Wie kann ich in Tableau berechnete Felder korrekt erstellen und verwenden?
- Grundlagen von berechneten Feldern in Tableau
- Erstellung eines berechneten Feldes
- Sinnvolle Verwendung von berechneten Feldern
- Tipps zur Fehlervermeidung und Performance
- Zusammenfassung
Grundlagen von berechneten Feldern in Tableau
Berechnete Felder sind eine grundlegende Funktion in Tableau, mit der du neue Datenwerte basierend auf vorhandenen Feldern erstellen kannst. Sie ermöglichen es, komplexe Analysen durchzuführen, ohne die ursprünglichen Datenquellen zu verändern. Ein berechnetes Feld kann einfache mathematische Operationen, logische Vergleiche oder auch aggregierte Funktionen enthalten. So kannst du zum Beispiel Umsätze pro Kunde berechnen, Kategorien neu definieren oder Zeiträume auswerten.
Erstellung eines berechneten Feldes
Um ein berechnetes Feld in Tableau zu erstellen, öffnest du zunächst deine Arbeitsmappe und navigierst im Datenbereich mit der rechten Maustaste auf den Bereich, in dem die Felder angezeigt werden. Dort findest du die Option "Berechnetes Feld erstellen". Alternativ kannst du im Menü unter Analyse den Punkt Berechnetes Feld auswählen. Nachdem du dies gewählt hast, öffnet sich ein Editorfenster, in dem du deinem berechneten Feld einen aussagekräftigen Namen gibst.
Innerhalb des Editors gibst du nun die gewünschte Berechnungsformel ein. Der Editor unterstützt eine Vielzahl von Funktionen und Operatoren, beispielsweise arithmetische Operatoren (+, -, *, /), logische Operatoren (AND, OR, NOT) und Funktionen wie IF, SUM oder DATEPART. Sobald du die Formel eingegeben hast, prüft Tableau sie auf Syntaxfehler und gibt eine Rückmeldung bei Problemen.
Sinnvolle Verwendung von berechneten Feldern
Berechnete Felder können auf jeder Ansicht in Tableau verwendet werden. Wenn du das Feld erstellt hast, erscheint es normalerweise in deinem Datenbereich, meist unter dem Abschnitt "Berechnete Felder". Von dort kannst du es per Drag & Drop auf Zeilen, Spalten oder in Filterbereiche ziehen, genau wie bei normalen Feldern.
Berechnete Felder eignen sich hervorragend, um dynamische Analysen zu ermöglichen. So können sie zum Beispiel für bedingte Formatierungen, benutzerdefinierte Metriken oder dimensionale Gruppierungen verwendet werden. Ein häufiges Anwendungsbeispiel sind bedingte Berechnungen mit IF-Anweisungen, mit denen Daten klassifiziert oder segmentiert werden können.
Tipps zur Fehlervermeidung und Performance
Achte darauf, die Syntax korrekt zu verwenden und die Datentypen zu berücksichtigen. Tableau ist sehr streng was die Typen angeht – eine Berechnung mit einem Text- und einem Zahlenfeld muss beispielsweise passend gecastet werden. Verwende immer sprechende Namen für deine berechneten Felder, damit du sie später leichter identifizieren kannst.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Performance: Sehr komplexe oder verschachtelte berechnete Felder können die Ladezeit von Dashboards erhöhen. Es hilft, Berechnungen möglichst einfach zu halten und bei großen Datenmengen mit Aggregationen zu arbeiten. Manchmal ist es sinnvoll, Berechnungen schon in der Datenquelle vorzunehmen, wenn das möglich ist.
Zusammenfassung
Das Erstellen und Verwenden berechneter Felder in Tableau ist ein mächtiges Werkzeug zur Erweiterung deiner Datenanalysen. Vom einfachen Rechnen bis hin zu komplexen Logiken mit Konditionen oder Zeitfunktionen kannst du damit flexibel neue Einblicke schaffen. Wichtig ist dabei, sorgfältig die Syntax und Datentypen zu beachten und die Felder klar zu benennen. Wenn du diese Grundlagen beherrschst, kannst du deine Tableau-Arbeitsmappen deutlich aussagekräftiger und dynamischer gestalten.
