Wie kann ich in OpenShot Zeitraffer- oder Zeitlupeneffekte auf meine Clips anwenden?
- Einführung
- Clip importieren und auf die Zeitleiste ziehen
- Geschwindigkeit des Clips anpassen
- Manuelle Geschwindigkeitsanpassung
- Folgen der Geschwindigkeitsänderung
- Vorschau und Feineinstellungen
- Zusätzliche Tipps
- Fazit
Einführung
OpenShot ist ein benutzerfreundlicher, kostenloser Videoeditor, der es ermöglicht, verschiedene Effekte wie Zeitraffer (schneller Abspielmodus) oder Zeitlupe (langsamer Abspielmodus) auf Videoclips anzuwenden. Diese Effekte verändern die Abspielgeschwindigkeit eines Clips, und dadurch entsteht visuell eine Beschleunigung oder Verlangsamung der Bewegung. Im Folgenden wird ausführlich beschrieben, wie Sie diese Effekte in OpenShot umsetzen können.
Clip importieren und auf die Zeitleiste ziehen
Der erste Schritt besteht darin, den gewünschten Videoclip in OpenShot zu importieren. Klicken Sie dazu auf Datei und wählen Sie Dateien importieren, oder ziehen Sie Ihre Videodatei direkt in das Projektfenster. Nachdem der Clip verfügbar ist, ziehen Sie ihn per Drag & Drop auf die Zeitleiste unten, wo die Videobearbeitung stattfindet.
Geschwindigkeit des Clips anpassen
Um den Zeitraffereffekt (Beschleunigung) oder die Zeitlupe (Verlangsamung) zu erzeugen, müssen Sie die Abspielgeschwindigkeit des Clips verändern. Dabei gilt: eine Geschwindigkeit größer als 1.0 bedeutet schneller abspielen (Zeitraffer), eine Geschwindigkeit kleiner als 1.0 bedeutet langsamer abspielen (Zeitlupe).
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Clip in der Zeitleiste. Im erscheinenden Kontextmenü finden Sie den Eintrag Geschwindigkeit. Wenn Sie diesen auswählen, öffnet sich ein weiteres Submenü mit voreingestellten Geschwindigkeitsstufen, wie zum Beispiel 2x (doppelte Geschwindigkeit) oder 0.5x (halbe Geschwindigkeit).
Manuelle Geschwindigkeitsanpassung
Falls Sie genauere Kontrolle über die Geschwindigkeit haben möchten, wählen Sie statt der voreingestellten Optionen Geschwindigkeit anpassen oder Zuschneiden/Geschwindigkeit anpassen (je nach OpenShot-Version). Dort können Sie manuell einen Prozent- oder Multiplikatorwert eingeben, um die Abspielgeschwindigkeit präzise einzustellen. Ein Wert von 200 % entspricht dabei einer doppelten Geschwindigkeit (Zeitraffer), 50 % einer halbierten Geschwindigkeit (Zeitlupe).
Folgen der Geschwindigkeitsänderung
Beachten Sie, dass das Ändern der Geschwindigkeit auch die Dauer des Clips auf der Zeitleiste beeinflusst. Wird die Geschwindigkeit erhöht, wird der Clip kürzer abgespielt, bei Verlangsamung verlängert sich die Abspielzeit. Sie können den Clip auf der Zeitleiste nach der Geschwindigkeitseinstellung noch verschieben oder schneiden, um den Gesamtablauf passend zu gestalten.
Vorschau und Feineinstellungen
Nachdem Sie die gewünschte Geschwindigkeit eingestellt haben, spielen Sie das Video in der Vorschau ab, um sich das Ergebnis anzusehen. Sollten Sie noch Anpassungen wünschen, wiederholen Sie einfach die oben beschriebenen Schritte. Sie können jederzeit die Geschwindigkeit erneut ändern oder auch auf den ursprünglichen Wert zurücksetzen.
Zusätzliche Tipps
Bei Zeitlupeneffekten kann es vorkommen, dass die Bildwiederholrate visuell stotternd wirkt, wenn der Clip stark verlangsamt wird und nicht ausreichend Frames vorhanden sind. In solchen Fällen kann es helfen, eine höhere Bildrate beim Export zu wählen oder externe Tools zur Frameinterpolation zu nutzen, da OpenShot selbst keine fortgeschrittenen Zeitlupen-Algorithmen integriert hat.
Fazit
Die Anwendung von Zeitraffer- oder Zeitlupeneffekten in OpenShot ist unkompliziert und schnell durchführbar, indem die Abspielgeschwindigkeit des Clips angepasst wird. Mit der rechten Maustaste auf den Clip und der Auswahl der passenden Geschwindigkeitseinstellung haben Sie einfachen Zugriff auf diese Effekte. Durch manuelle Eingabe von Geschwindigkeitswerten können Sie noch präzisere Kontrolle über den Effekt erlangen.
