Wie genau misst die Runtastic App meine Laufstrecke und Geschwindigkeit?

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  1. Grundprinzipien der Messung
  2. Ermittlung der Laufstrecke
  3. Berechnung der Geschwindigkeit
  4. Einfluss weiterer Sensoren
  5. Faktoren, die die Genauigkeit beeinflussen
  6. Zusammenfassung

Grundprinzipien der Messung

Die Runtastic App zur Laufverfolgung verwendet hauptsächlich das GPS-Signal deines Smartphones, um Laufstrecke und Geschwindigkeit zu ermitteln. GPS (Global Positioning System) ist ein satellitenbasiertes Navigationssystem, das den Standort eines Geräts auf der Erdoberfläche mit Referenz zu mehreren Satelliten bestimmt. Durch kontinuierliches Erfassen der Position in kurzen Zeitabständen kann die App die zurückgelegte Strecke berechnen sowie daraus die Geschwindigkeit und andere Parameter ableiten.

Ermittlung der Laufstrecke

Während des Laufs nimmt die App regelmäßig GPS-Koordinaten auf, typischerweise mehrmals pro Sekunde oder in kurzen Intervallen. Jeder Messpunkt enthält Breiten- und Längengrad, teilweise auch Höhe über dem Meeresspiegel. Die App berechnet die Entfernung als Summe der geraden Strecken zwischen diesen Messpunkten entlang der gelaufenen Route. Dadurch entsteht eine recht genaue Abbildung des tatsächlichen Weges.

Da die GPS-Messung jedoch gewissen Schwankungen unterliegt und nicht immer exakt ist, insbesondere in städtischen Gebieten mit hohen Gebäuden, in Wäldern oder bei schlechtem Empfang, gleicht die App Messfehler teilweise mit Algorithmen aus. So werden extrem unrealistische Positionssprünge oder Messfehler häufig herausgefiltert oder geglättet, um eine vernünftige Genauigkeit zu erreichen.

Berechnung der Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit wird aus der Veränderung der Position über die Zeit errechnet. Konkret betrachtet die App die Distanz zwischen zwei GPS-Punkten und teilt diese durch die Zeitspanne, die zwischen den Messungen vergangen ist. Da Positionen meist sehr zeitnah hintereinander aufgezeichnet werden, entsteht daraus eine aktuelle Echtzeit-Geschwindigkeit, die während des Laufs visualisiert werden kann.

Um kurze Schwankungen zu vermeiden, nutzt die App häufig eine Mittelung über mehrere Messpunkte. So werden plötzliche Ausreißer bei der Geschwindigkeit gedämpft und der Läufer erhält eine verlässlichere Anzeige. Außerdem kann die App basierend auf der GPS-Geschwindigkeit auch Durchschnittsgeschwindigkeiten für Gesamtstrecke oder Teilabschnitte anzeigen.

Einfluss weiterer Sensoren

Zusätzlich zum GPS-Signal können in einigen Fällen weitere Sensoren des Smartphones einbezogen werden, um die Genauigkeit zu verbessern. Beispielsweise nutzen viele Smartphones einen eingebauten Beschleunigungsmesser (Accelerometer) und einen Gyroskop-Sensor, um Bewegungen zu erfassen. Die App kann diese Daten verwenden, um zwischendurch Schrittzählungen und Bewegungsmuster zu validieren oder zu ergänzen, insbesondere wenn der GPS-Empfang temporär schwach ist.

Manche Läufer nutzen auch externe Sensoren, wie Fußpod oder Herzfrequenzmesser, die mit der App gekoppelt werden können. Diese Sensoren liefern ergänzende Daten, verbessern aber normalerweise nur die Messung von Tempo oder Laufzyklen, nicht direkt die Kilometermessung per GPS.

Faktoren, die die Genauigkeit beeinflussen

Die Genauigkeit der Strecke und Geschwindigkeit kann durch mehrere Faktoren beeinflusst sein. Dazu gehören die Qualität und Verarbeitung des GPS-Signals, Umgebungsbedingungen wie dichte Bebauung, Wälder oder Tunnel, sowie die Anzahl der verfügbaren GPS-Satelliten. Auch die Haltung des Smartphones und dessen eigene GPS-Hardware spielen eine Rolle.

Durch den Einsatz von Algorithmen zur Datenfilterung, Glättung und teilweise Fehlerkorrektur versucht die Runtastic App, trotz dieser Schwächen aussagekräftige und verlässliche Ergebnisse zu liefern.

Zusammenfassung

Zusammenfassend nutzt Runtastic vor allem GPS-Technologie zur Bestimmung von Strecke und Geschwindigkeit. Die Positionsdaten werden kontinuierlich erfasst, zwischen den Punkten die Distanzen berechnet und daraus Geschwindigkeit abgeleitet. Ergänzende Sensorsignale können zusätzlich für die Genauigkeit sorgen. Abhängig von äußeren Faktoren und Hardware-Qualität variiert die Genauigkeit, ist aber für die meisten Hobbyläufer ausreichend präzise.

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