Wie exportiere ich Verbindungen (Connections) aus MySQL Workbench?

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  1. Wo MySQL Workbench Verbindungen speichert
  2. Manuelles Kopieren der Konfigurationsdateien zum Export
  3. Export über XML (Verbindungen selektiv sichern)
  4. Verschlüsselung und gespeicherte Passwörter
  5. Alternative: Wiederherstellung über MySQL Workbench Settings Export (falls verfügbar)
  6. Fehlerbehebung und Tipps
  7. Zusammenfassung

Wenn Sie in MySQL Workbench eingerichtete Verbindungen sichern oder auf einem anderen Rechner übernehmen möchten, ist ein Export der Verbindungsdefinitionen sinnvoll. MySQL Workbench speichert Verbindungen (saved connections) und andere Einstellungen in Konfigurationsdateien, die Sie kopieren oder exportieren können. Nachfolgend wird ausführlich beschrieben, wo die Verbindungsdaten liegen, wie Sie sie exportieren und importieren können und welche Besonderheiten und Fallstricke zu beachten sind.

Wo MySQL Workbench Verbindungen speichert

MySQL Workbench legt Verbindungsprofile nicht in einer einzelnen offensichtlichen Exportdatei ab, sondern in Konfigurationsdateien im Benutzerprofil des Betriebssystems. Der genaue Pfad ist abhängig vom Betriebssystem und von der Version von MySQL Workbench. Typische Speicherorte sind unter Windows im Verzeichnis %APPDATA%\MySQL\Workbench (z. B. AppData\Roaming\MySQL\Workbench), unter macOS in ~/Library/Application Support/MySQL/Workbench und unter Linux in ~/.mysql/workbench oder ~/.config/mysql-workbench. Wichtige Dateien sind unter anderem connections.xml, server_instances.xml oder die Datei workbench_user_data.dat (je nach Version).

Manuelles Kopieren der Konfigurationsdateien zum Export

Der einfachste Weg, Verbindungen zu exportieren, besteht darin, die relevanten Dateien aus dem Profilordner zu kopieren und auf dem Zielrechner an den entsprechenden Ort zu übertragen. Vor dem Kopieren MySQL Workbench schließen, damit keine Datei gesperrt oder überschrieben wird. Auf dem Zielsystem vorhandene Dateien sichern, dann die kopierten Dateien dort einfügen. Beim nächsten Start von MySQL Workbench sollten die Verbindungen sichtbar sein. Achten Sie beim Kopieren auf die passende Workbench-Version; bei größeren Versionsunterschieden kann das Format sich ändern und ein Import fehlschlagen.

Export über XML (Verbindungen selektiv sichern)

In einigen Workbench-Versionen sind die Verbindungen in einer XML-Datei wie connections.xml abgelegt. Diese Datei können Sie öffnen und bei Bedarf einzelne Einträge herauskopieren oder die gesamte Datei als Backup verwenden. Beim Übertragen auf einen anderen Rechner einfach die XML-Datei ersetzen oder die gewünschten connection-Knoten in die dortige Datei einfügen. Prüfen Sie nach dem Einfügen die XML-Syntax, damit Workbench beim Start keine Fehler meldet.

Verschlüsselung und gespeicherte Passwörter

Beachten Sie, dass MySQL Workbench gespeicherte Passwörter nicht immer im Klartext in den Konfigurationsdateien ablegt. Je nach Betriebssystem und Workbench-Version werden Passwörter im Betriebssystemschlüsselbund (z. B. Windows Credential Manager, macOS Keychain, Linux Secret Service) oder verschlüsselt in einer Workbench-eigenen Datei gesichert. Beim Kopieren der reinen Konfigurationsdateien können Verbindungsnamen, Hosts, Benutzer usw. übernommen werden, gespeicherte Passwörter aber unter Umständen nicht funktionieren, weil die zugehörigen Schlüssel oder Schlüsselbundeinträge auf dem Zielsystem fehlen. In solchen Fällen müssen Passwörter nach dem Import manuell neu eingegeben oder im Zielsystem erneut gespeichert werden.

Alternative: Wiederherstellung über MySQL Workbench Settings Export (falls verfügbar)

Einige Versionen von MySQL Workbench bieten im Menü eine Möglichkeit, Einstellungen zu exportieren oder ein Data Migration bzw. Preferences Backup anzulegen. Wenn diese Funktion in Ihrer Version vorhanden ist, können Sie darüber Einstellungen und Verbindungen sichern und auf einem anderen System wiederherstellen. Prüfen Sie das Menü Edit → Preferences oder das Hilfsmenü nach Export-/Importoptionen. Diese integrierte Methode ist oft benutzerfreundlicher als manuelles Kopieren und berücksichtigt bei Bedarf Workbench-internes Format und Verschlüsselung.

Fehlerbehebung und Tipps

Wenn übertragenen Verbindungen nach dem Kopieren nicht angezeigt werden, stellen Sie sicher, dass MySQL Workbench korrekt beendet war, bevor Sie Dateien ersetzt haben, und kontrollieren Sie den Zielpfad. Prüfen Sie die Dateiberechtigungen; unter Linux/macOS müssen die Dateien dem richtigen Benutzer gehören. Bei fehlerhafter XML-Syntax oder inkompatibler Datei-Version kann Workbench die Datei ignorieren oder mit Fehlern starten; in solchen Fällen die Originaldatei wiederherstellen und nur einzelne Einträge manuell übertragen. Wenn Passwörter fehlen, geben Sie diese nach dem Import einmal neu ein und lassen Sie sie bei Bedarf wieder speichern.

Zusammenfassung

Das Exportieren von Verbindungen aus MySQL Workbench erfolgt typischerweise durch Kopieren der Konfigurationsdateien (z. B. connections.xml oder workbench_user_data.dat) aus dem Benutzerprofilordner des Betriebssystems. Achten Sie auf Workbench-Versionen und Dateiberechtigungen, und bedenken Sie, dass gespeicherte Passwörter oft extra im Betriebssystemschlüsselbund oder verschlüsselt abgelegt werden und deshalb nicht automatisch mitkopiert werden. Wenn verfügbar, ist die integrierte Export-/Import-Funktion von Workbench die einfachste und zuverlässigste Methode.

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