Wie aktualisiere ich Google Tag Manager Container in einer bereits veröffentlichten App?
- Grundlagen zum Google Tag Manager Container in Apps
- Container-Aktualisierung bei eingebettetem Container
- Dynamische Container-Aktualisierung über den Google Tag Manager SDK
- Empfohlene Vorgehensweise und Best Practices
Grundlagen zum Google Tag Manager Container in Apps
Der Google Tag Manager (GTM) Container ist eine Datei, die alle Tags, Trigger und Variablen enthält, die in einer App oder auf einer Webseite verwendet werden. Wenn Sie GTM in einer mobilen App integriert haben, wird der Container in der Regel als JSON-Datei im App-Code eingebunden oder per Firebase Remote Config bzw. einer ähnlichen Methode geladen. Sind nach der Veröffentlichung der App Änderungen im Container notwendig, stellt sich die Frage, wie diese aktualisiert werden können, ohne die App neu zu veröffentlichen.
Container-Aktualisierung bei eingebettetem Container
Wenn der GTM-Container statisch in die App eingebunden wurde, beispielsweise als lokal gespeicherte JSON-Datei, wird jede Änderung am Container im Google Tag Manager interface zwar gespeichert und veröffentlicht, allerdings aktualisiert sich der Container in der App nicht automatisch. Das liegt daran, dass die App den Container aus der eigenen Ressourcen-Datei lädt, die Teil der veröffentlichten App ist. Änderungen sind daher nur durch eine neue App-Version möglich, die den aktualisierten Container enthält. In diesem Fall müssen Sie den Container in Ihrer Entwicklungsumgebung aktualisieren, eine neue App-Version bauen und diese über den entsprechenden App-Store veröffentlichen.
Dynamische Container-Aktualisierung über den Google Tag Manager SDK
Moderne GTM SDKs für Android und iOS unterstützen hingegen das dynamische Laden des Containers zur Laufzeit. Das bedeutet, die App kann bei jedem Start oder nach bestimmten Intervallen die aktuellste Version des Containers aus dem Google Tag Manager Backend abrufen und verwenden. Voraussetzung hierfür ist, dass die App mit dem GTM SDK so eingerichtet ist, dass sie nicht nur lokal gespeicherte Container verwendet, sondern auch einen dynamischen Abruf unterstützt.
Ist dies der Fall, müssen Sie im Google Tag Manager wie gewohnt Änderungen vornehmen und den Container veröffentlichen. Die App lädt dann beim nächsten Abruf automatisch die aktualisierte Container-Version und nutzt diese für das Tag-Management. Dadurch können Sie Container-Updates ausrollen, ohne eine neue App-Version zu veröffentlichen. Beachten Sie, dass die Aktualisierung je nach Konfiguration und Netzwerkverfügbarkeit einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
Empfohlene Vorgehensweise und Best Practices
Sollte Ihre App derzeit keinen dynamischen Container-Abruf unterstützen und Sie möchten zukünftig flexibler Updates ausliefern können, empfiehlt es sich, die App entsprechend anzupassen. Dazu zählt die Integration des Google Tag Manager SDKs mit aktivierter dynamischer Container-Aktualisierung. Außerdem ist es ratsam, Mechanismen einzubauen, die eine Aktualisierungshäufigkeit und Cache-Verwaltung regeln, um unnötigen Datenverbrauch zu vermeiden und die Performance zu sichern.
Abschließend ist es wichtig zu verstehen, dass der Google Tag Manager zwar eine flexible Tag-Verwaltung ermöglicht, jedoch nicht per se alle Änderungen sofort in einer veröffentlichten App ohne Neuveröffentlichung wirksam werden, sofern der Container statisch eingebettet wurde. Die Nutzung der dynamischen Container-Funktionalität stellt hier die komfortabelste Lösung dar.
