Welche Schritte sind notwendig, wenn Disk Inventory X keine versteckten Dateien scannt?

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  1. Hintergrund zu versteckten Dateien auf macOS
  2. Disk Inventory X und seine Einschränkungen beim Scannen
  3. Notwendige Einstellungen und Schritte, um versteckte Dateien zu scannen
  4. Systemeinstellungen und Terminal-Befehle zur Sichtbarmachung versteckter Dateien
  5. Prüfen von Berechtigungen und Systemintegritätsschutz
  6. Alternativen und abschließende Empfehlungen

Hintergrund zu versteckten Dateien auf macOS

Versteckte Dateien auf einem Mac werden häufig durch einen Punkt (.) am Anfang des Dateinamens oder durch spezielle Attribute als versteckt markiert. Da sie oft System- oder Konfigurationsdateien enthalten, behandelt macOS sie standardmäßig so, dass Nutzer nicht versehentlich wichtige Dateien löschen oder verändern. Viele Tools zum Analysieren des Speicherplatzes, wie Disk Inventory X, filtern standardmäßig diese versteckten Dateien heraus, um dem Benutzer nur sichtbare Dateien anzuzeigen.

Disk Inventory X und seine Einschränkungen beim Scannen

Disk Inventory X basiert auf der Analyse von Verzeichnisstrukturen, greift aber in der Regel nicht auf Dateien zu, die durch das Betriebssystem als versteckt markiert sind oder spezielle Zugriffsrechte benötigen. Zudem ist die App manchmal nicht mit den neuesten macOS-Sicherheitsmechanismen kompatibel. Daher kommt es vor, dass versteckte Dateien oder solche in geschützten Systemordnern nicht im Scan-Ergebnis auftauchen.

Notwendige Einstellungen und Schritte, um versteckte Dateien zu scannen

Um sicherzustellen, dass Disk Inventory X versteckte Dateien mit einbezieht, sollte man zunächst überprüfen, ob man die neueste Version der Software verwendet, da Updates gelegentlich Kompatibilitätsprobleme lösen. Anschließend ist es sinnvoll, Disk Inventory X mit erweiterten Zugriffsrechten auszuführen, da manche versteckten Dateien nur mit Administratorrechten lesbar sind. Dies kann zum Beispiel durch Starten der Anwendung über das Terminal mit sudo erreicht werden:

sudo /Applications/Disk\ Inventory\ X.app/Contents/MacOS/Disk\ Inventory\ X

Dadurch erhält die Software die nötigen Berechtigungen, um auch geschützte Ordner zu durchsuchen.

Systemeinstellungen und Terminal-Befehle zur Sichtbarmachung versteckter Dateien

Obwohl Disk Inventory X sich primär auf die Dateisystemrechte stützt, kann es hilfreich sein, im Finder versteckte Dateien sichtbar zu machen, um sicherzustellen, dass die Daten vorhanden sind. Hierfür kann man im Terminal den Befehl defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles TRUE eingeben und anschließend den Finder mit killall Finder neu starten. Das macht versteckte Dateien im Finder sichtbar, aber es garantiert nicht automatisch, dass Disk Inventory X sie scannt. Dennoch kann diese Maßnahme hilfreich sein, um den Status der Dateien zu prüfen.

Prüfen von Berechtigungen und Systemintegritätsschutz

Ein weiterer Grund, warum versteckte Dateien nicht angezeigt werden, können fehlende Zugriffsrechte sein. Kontrollieren Sie im Finder oder mit dem Terminal-Befehl ls -la, ob Ihr Benutzerkonto Zugriff auf die relevanten Verzeichnisse hat. Außerdem beschränkt macOS mit dem Systemintegritätsschutz (SIP) den Zugriff auf Systemordner. Um auch solche Dateien zu scannen, müsste SIP deaktiviert werden, was jedoch nur fortgeschrittenen Nutzern empfohlen wird, da es die Systemsicherheit verringert.

Alternativen und abschließende Empfehlungen

Falls Disk Inventory X trotz aller Maßnahmen keine versteckten Dateien anzeigt, kann es sinnvoll sein, auf alternative Programme umzusteigen, die eine umfassendere Scanfunktion bieten und besser mit den aktuellen Sicherheitsvorgaben von macOS umgehen. Beispiele sind DaisyDisk oder das Kommandozeilen-Tool du. Insgesamt sollte beim Scannen von versteckten Dateien achtsam vorgegangen werden, um keine wichtigen Systemdateien versehentlich zu verändern oder zu löschen.

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