Welche Ports blockiert Radio Silence standardmäßig?
- Standardverhalten von Radio Silence
- Blockieren auf Applikationsebene vs. Portebene
- Ausnahmen und Systemdienste
- Empfehlungen
Radio Silence ist eine macOS-Firewall-App, die primär als ausgehende Paketfilter arbeitet und Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, Verbindungen von Anwendungen oder Prozessen selektiv zu blockieren. Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen den integrierten Standardeinstellungen von Radio Silence und den individuellen Regeln, die Anwender selbst anlegen können.
Standardverhalten von Radio Silence
Nach der Installation blockiert Radio Silence nicht pauschal ein bestimmtes Set von TCP- oder UDP-Ports systemweit. Stattdessen ist das Standardverhalten so ausgelegt, dass keine Verbindungen blockiert werden, bis der Anwender explizit Regeln anlegt. Die App bietet eine einfache Oberfläche, um bestimmte Programme oder Prozesspfade zu blockieren; diese Regeln greifen auf Anwendungsebene, nicht primär auf Portnummern-Ebene. Das heißt: Standardmäßig sind alle Ports offen für ausgehenden Verkehr, sofern macOS-Systemeinstellungen oder andere Sicherheitssoftware nichts anderes regeln.
Blockieren auf Applikationsebene vs. Portebene
Radio Silence arbeitet in erster Linie pro Anwendung. Wenn Sie eine App in Radio Silence sperren, werden alle ausgehenden Verbindungen dieses Prozesses unterbunden, unabhängig von den verwendeten Ports oder Protokollen. Es gibt in Radio Silence eine fortgeschrittene Funktion, die auch Verbindungen nach Host oder Port einschränken kann, aber diese wird normalerweise nur angewendet, wenn Sie entsprechende Regeln anlegen. Das bedeutet: Es gibt keine vordefinierte Liste blockierter Ports, wie man sie von manchen Netzwerk-Firewalls kennt.
Ausnahmen und Systemdienste
macOS selbst schützt bestimmte Dienste und kann lokale Ports für Systemprozesse offenhalten. Radio Silence beeinflusst primär Nutzerspace-Prozesse; manche sehr niedrigstufigen Systemprozesse oder Kernel-Dienste sind nicht durch die App kontrollierbar. Außerdem sollten Sie beachten, dass andere Sicherheitsprogramme, VPNs oder Netzwerkgeräte (Router, Unternehmensfirewalls) unabhängig von Radio Silence Ports blockieren oder weiterleiten können.
Empfehlungen
Wenn Sie konkret bestimmte Ports sperren möchten (z. B. 80, 443, 53 oder P2P-typische Ports), müssen Sie in Radio Silence entsprechende Regeln anlegen oder eine zusätzliche, portorientierte Firewall einsetzen (pf, ipfw oder spezialisierte Hardware/Software). Prüfen Sie außerdem, ob Sie die App auf die aktuellste Version aktualisiert haben und konsultieren Sie die offizielle Dokumentation für detaillierte Anleitungen zur Erstellung von Port- oder Host-basierten Regeln.
