Welche Gebühren fallen bei DEGIRO für den Leerverkauf an?

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  1. Handelsgebühren bei DEGIRO
  2. Gebühren für das Leihen von Wertpapieren
  3. Sonstige mögliche Kosten beim Leerverkauf
  4. Fazit

Beim Handel mit Wertpapieren über DEGIRO können verschiedene Kosten anfallen, insbesondere wenn es um komplexere Handelsstrategien wie den Leerverkauf (auch Short Selling genannt) geht. Ein Leerverkauf bedeutet, dass ein Anleger Wertpapiere verkauft, die er nicht besitzt, in der Erwartung, diese später günstiger zurückzukaufen und somit von fallenden Kursen zu profitieren. Dabei ist jedoch nicht nur die Handelsgebühr zu beachten, sondern auch weitere Kosten, die speziell bei dieser Art von Geschäft entstehen können.

Handelsgebühren bei DEGIRO

DEGIRO bietet grundsätzlich sehr günstige Konditionen für den Wertpapierhandel im Vergleich zu vielen anderen Brokern. Die Handelsgebühren setzen sich meist aus einer festen Grundgebühr und einer variablen Komponente in Prozent des Handelsvolumens zusammen. Diese Gebühren fallen grundsätzlich bei jedem Kauf und Verkauf eines Wertpapiers an, also auch beim Leerverkauf. Es gibt keine speziellen Extra-Handelsgebühren ausschließlich für den Leerverkauf, aber die regulären Ordergebühren sind natürlich relevant.

Gebühren für das Leihen von Wertpapieren

Beim Leerverkauf müssen die Wertpapiere zunächst geliehen werden, da man diese ja zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht besitzt. DEGIRO stellt diese Wertpapiere über sein Netzwerk geliehener Aktien bereit. Für das Ausleihen von Aktien erhebt DEGIRO sogenannte Leihgebühren oder auch Stock Borrowing Fees. Diese Gebühren richten sich nach der Verfügbarkeit der jeweiligen Aktie und können je nach Nachfrage deutlich variieren. Für besonders gefragte oder knappe Titel sind die Leihgebühren höher, bei gut verfügbaren Aktien eher günstig.

Die Leihgebühren bei DEGIRO werden in der Regel täglich berechnet und basieren auf dem Wert der geliehenen Aktien. Diese Kosten kommen zusätzlich zu den normalen Handelsgebühren hinzu und wirken sich direkt auf die Gesamtrendite eines Short-Trade aus.

Sonstige mögliche Kosten beim Leerverkauf

Darüber hinaus können bei DEGIRO beim Leerverkauf weitere Kosten entstehen. Zum Beispiel fallen bei manchen Wertpapieren Depotgebühren an, je nachdem, wie lange die Position gehalten wird und ob besondere Services genutzt werden. Zudem können steuerliche Aspekte und mögliche Finanzierungskosten eine Rolle spielen, da short selling oft als eine Art Kreditgeschäft gesehen wird.

Es ist außerdem wichtig zu berücksichtigen, dass DEGIRO je nach Markt und Wertpapier unterschiedliche Konditionen bezüglich der Short-Positionen anbieten kann, weshalb es ratsam ist, vor der Ausführung eines Leerverkaufs die genauen Gebühren und Bedingungen für das spezifische Wertpapier und die Handelsregion zu prüfen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei DEGIRO beim Leerverkauf folgende Gebühren anfallen können: die regulären Handelsgebühren für den Verkauf und den späteren Rückkauf, zusätzliche Leihgebühren für das Ausleihen der Aktien sowie gegebenenfalls weitere Kosten wie Depotgebühren oder Finanzierungskosten. Diese Gebühren sollten Anleger sorgfältig berücksichtigen, da sie die Profitabilität eines Short-Trades maßgeblich beeinflussen können. Ein Blick in die jeweils aktuellen Konditionen auf der DEGIRO-Webseite oder eine direkte Anfrage beim Kundenservice ist empfehlenswert, um eine genaue Übersicht der anfallenden Gebühren zu erhalten.

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