Was ist ein Reverse Lookup in DNS?

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  1. Grundlagen des DNS
  2. Was bedeutet Reverse Lookup in DNS?
  3. Wie funktioniert der Reverse Lookup technisch?
  4. Wozu dient der Reverse Lookup?
  5. Fazit

Grundlagen des DNS

Das Domain Name System (DNS) ist ein essenzieller Bestandteil des Internets, der es ermöglicht, Domainnamen wie beispiel.de in IP-Adressen wie 192.0.2.1 zu übersetzen. Diese Übersetzung ist wichtig, da Computer und Netzwerkgeräte auf der Ebene von IP-Adressen kommunizieren. DNS funktioniert dabei grundsätzlich in eine Richtung: Es wird eine Domain abgefragt, um die dazugehörige IP-Adresse zu erhalten. Dieses Verfahren bezeichnet man als Forward Lookup.

Was bedeutet Reverse Lookup in DNS?

Im Gegensatz zum Forward Lookup, bei dem eine Domainname-Abfrage in eine IP-Adresse übersetzt wird, erfolgt beim Reverse Lookup die Umkehrung dieses Prozesses. Hierbei wird eine IP-Adresse abgefragt, um den zugehörigen Domainnamen zu ermitteln. Der Reverse Lookup wird häufig verwendet, um die Herkunft einer Verbindung zu überprüfen, beispielsweise beim Filter von E-Mails oder bei Netzwerkdiagnosen.

Wie funktioniert der Reverse Lookup technisch?

Reverse Lookups nutzen spezielle DNS-Einträge, die sogenannten PTR-Records (Pointer Records). Um eine IP-Adresse in einen Domainnamen umzukehren, wird die IP-Adresse in einer besonderen DNS-Zone abgefragt, die als in-addr.arpa (für IPv4) oder ip6.arpa (für IPv6) bekannt ist. Dabei wird die Reihenfolge der IP-Adress-Oktette umgedreht, bevor die Abfrage ausgeführt wird. Beispielsweise wird bei der IP 192.0.2.1 die Abfrage an 1.2.0.192.in-addr.arpa gesendet, um den zugehörigen PTR-Record abzurufen.

Wozu dient der Reverse Lookup?

Der Reverse Lookup hat zahlreiche Anwendungsbereiche in Netzwerken und Sicherheitslösungen. Er wird häufig verwendet, um die Vertrauenswürdigkeit von Verbindungen zu überprüfen, indem die IP-Adresse auf ihre zugehörige Domain geprüft wird. Besonders in Mailserver-Konfigurationen hilft der Reverse Lookup dabei, Spam zu erkennen oder zu verhindern, dass E-Mails von gefälschten IP-Adressen stammen. Zudem unterstützen Netzwerkadministratoren mit Reverse Lookups die schnelle Fehlerdiagnose, da sie so herausfinden können, welcher Host hinter einer IP-Adresse steckt.

Fazit

Der Reverse Lookup im DNS ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Rückführung von IP-Adressen auf Domainnamen. Durch die Verwendung von PTR-Records und speziellen DNS-Zonen ermöglicht er eine umgekehrte Namensauflösung, die in vielfältigen Szenarien der Netzwerksicherheit und -verwaltung eine wichtige Rolle spielt. Während der Forward Lookup für den alltäglichen Zugriff auf Webseiten essenziell ist, ergänzt der Reverse Lookup das DNS-System durch die Möglichkeit, die Quelle von IP-Adressen transparent zu machen.

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