Was ist ein Reverse Lookup auf DNS und wie funktioniert er?
- Einführung in DNS
- Was bedeutet Reverse Lookup auf DNS?
- Wie funktioniert der Reverse Lookup technisch?
- Wozu dient der Reverse Lookup in der Praxis?
- Fazit
Einführung in DNS
Das Domain Name System (DNS) ist ein grundlegender Bestandteil des Internets, der die Umwandlung von Domainnamen in IP-Adressen ermöglicht. Normalerweise geben Benutzer einen Domainnamen wie beispiel.de ein, und das DNS übersetzt diesen in eine numerische IP-Adresse wie 192.0.2.1, die Computer verstehen können. Dieses Vorgehen wird als Vorwärtsauflösung bezeichnet.
Was bedeutet Reverse Lookup auf DNS?
Im Gegensatz zur Vorwärtsauflösung wird beim Reverse Lookup eine IP-Adresse verwendet, um den zugehörigen Domainnamen zu ermitteln. Das heißt, es erfolgt eine umgekehrte Anfrage im DNS-System, bei der die IP-Adresse als Eingabe dient und der dazugehörige Hostname als Ausgabe zurückgegeben wird. Dieser Prozess wird oft verwendet, um die Identität eines Servers zu überprüfen oder den Ursprung eines Netzwerkverkehrs nachzuvollziehen.
Wie funktioniert der Reverse Lookup technisch?
Technisch gesehen stützt sich der Reverse Lookup auf spezielle DNS-Einträge, die sogenannten PTR-Records (Pointer Records). Diese sind in einem speziellen IP-Adressbereich innerhalb der in-addr.arpa-Domain für IPv4 oder ip6.arpa für IPv6 hinterlegt. Wenn eine IP-Adresse zurückverfolgt werden soll, wird sie in einer bestimmten Form in die entsprechende Reverse-DNS-Domain umgewandelt, danach eine DNS-Abfrage gestartet, welche den PTR-Eintrag liefert. Zum Beispiel wird die IPv4-Adresse 192.0.2.1 in 1.2.0.192.in-addr.arpa umgewandelt, um den PTR-Record abzurufen.
Wozu dient der Reverse Lookup in der Praxis?
Der Reverse Lookup wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Er hilft Administratoren bei der Fehleranalyse von Netzwerken, beispielsweise um herauszufinden, welcher Rechner hinter einer IP-Adresse steckt. Auch bei der E-Mail-Zustellung dient er dazu, Spam zu reduzieren, indem überprüft wird, ob der sendende Server wirklich zu der angegebenen Domain gehört. Zudem können Logging- und Sicherheitsanwendungen IP-Adressen über Reverse Lookups in nachvollziehbare Hostnamen umwandeln und somit die Auswertung erleichtern.
Fazit
Ein Reverse Lookup auf DNS ist eine wichtige Methode zur Identifikation von IP-Adressen anhand von Hostnamen. Durch die Nutzung von PTR-Records im DNS kann eine IP-Adresse rückverfolgt werden, was für Netzwerkmanagement, Sicherheit und Diagnosen unverzichtbar ist. Es ergänzt somit die klassische Vorwärtsauflösung und trägt dazu bei, das Internet transparenter und sicherer zu machen.
