Warum speichert Remote Desktop Connection die Anmeldeinformationen nicht?

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  1. Einstellungen in der Remote Desktop Connection prüfen
  2. Gruppenrichtlinien und Sicherheitsrichtlinien überprüfen
  3. Windows-Anmeldeinformationsverwaltung und Credential Manager
  4. Sicherheitssoftware und Benutzerrechte
  5. Fazit

Die Remote Desktop Connection (RDP) ist ein weit verbreitetes Werkzeug, um von einem Computer aus auf einen anderen Rechner zuzugreifen. Dabei ist es oft sehr praktisch, wenn die Anmeldedaten gespeichert werden, sodass der Benutzer sie nicht bei jeder Verbindung neu eingeben muss. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die Anmeldedaten nicht gespeichert werden oder beim nächsten Verbindungsversuch nicht automatisch ausgefüllt werden. Dieses Problem kann verschiedene Ursachen haben und erfordert eine gezielte Analyse der Einstellungen und Sicherheitsrichtlinien.

Einstellungen in der Remote Desktop Connection prüfen

Eine der häufigsten Ursachen für das Nichterscheinen gespeicherter Anmeldedaten liegt an den Einstellungen innerhalb der Remote Desktop Connection selbst. Hier muss sichergestellt werden, dass die Option Anmeldedaten speichern aktiv aktiviert ist. Wenn diese Option deaktiviert oder ausgegraut ist, kann RDP die Zugangsdaten nicht speichern. Zusätzlich ist es wichtig, dass beim Speichern der Verbindungskomponente (*.rdp-Datei) die entsprechenden Parameter korrekt gesetzt sind, etwa enablecredsspsupport:i:1 und prompt for credentials:i:0. Ohne diese Einstellungen verweigert das Programm das automatische Ausfüllen der Anmeldeinformationen.

Gruppenrichtlinien und Sicherheitsrichtlinien überprüfen

Auf Betriebssystemebene können Gruppenrichtlinien (Group Policies) den Umgang mit Anmeldeinformationen steuern. Gerade in Firmennetzwerken ist es üblich, dass Administratoren Richtlinien setzen, die das Speichern von Passwörtern für Remoteverbindungen verhindern aus Gründen der Sicherheit. In der Gruppenrichtlinien-Verwaltung (gpedit.msc) findet man unter Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Anmeldeinformationen delegieren wichtige Einträge, die den Zugriff und die Speicherung von Credentials beeinflussen. Wenn dort das Speichern untersagt ist, wird Remote Desktop diese Funktion nicht unterstützen. Zudem kann die Einstellung Nicht speichern von Anmeldeinformationen zulassen aktiviert sein, was das Problem ebenfalls verursacht.

Windows-Anmeldeinformationsverwaltung und Credential Manager

Ein weiterer möglicher Grund sind Probleme im Credential Manager, der in Windows für das Speichern von Zugangsdaten zuständig ist. Wenn hier Fehler vorliegen oder die gespeicherten Anmeldedaten beschädigt sind, kann Remote Desktop die Zugangsdaten nicht auslesen oder aktualisieren. Es empfiehlt sich daher, den Credential Manager zu öffnen und alte oder fehlerhafte Einträge für Remote Desktop zu entfernen. Anschließend kann man die Anmeldung erneut durchführen und die Anmeldeinformationen neu speichern lassen.

Sicherheitssoftware und Benutzerrechte

Antivirenprogramme oder andere Sicherheitssoftware können das automatische Speichern von Anmeldedaten blockieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Je nach Hersteller und Konfiguration kann dies zu Einschränkungen beim Credential Management führen. Zusätzlich sollten Benutzer sicherstellen, dass sie über die erforderlichen lokalen Rechte verfügen, um Anmeldeinformationen zu speichern. In eingeschränkten Benutzerkonten oder bei bestimmten Profileinstellungen kann es ebenfalls zu Problemen kommen.

Fazit

Das Problem, dass Remote Desktop Connection keine Anmeldeinformationen speichert, lässt sich meist auf falsche Einstellungen, Gruppenrichtlinien, Probleme im Credential Manager oder Sicherheitsrestriktionen zurückführen. Durch eine systematische Überprüfung dieser Bereiche lässt sich das Problem meist beheben. Es ist wichtig, sowohl die lokalen Einstellungen als auch die Netzwerkrichtlinien zu berücksichtigen, um eine reibungslose Funktion der Anmeldeinformationen-Speicherung zu gewährleisten.

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