Procreate vektorisieren – Wie kann man in Procreate vektorbasierte Grafiken erstellen?

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  1. Was bedeutet vektorisieren eigentlich?
  2. Ist Procreate ein Vektorprogramm?
  3. Wie kann man trotzdem in Procreate erstellte Bilder vektorisieren?
  4. Gibt es alternative Workflows für vektorbasierte Illustrationen auf dem iPad?
  5. Fazit

Procreate ist eine der beliebtesten Zeichen-Apps für das iPad, besonders geeignet für digitales Malen, Skizzieren und Illustrationen. Doch viele Nutzer fragen sich, ob und wie man in Procreate vektorbasierte Grafiken erstellen oder eine Vektorisierung ihrer Werke vornehmen kann. In diesem Beitrag klären wir ausführlich, wie das Thema Procreate vektorisieren zu verstehen ist und welche Möglichkeiten es gibt, um aus Procreate-Dateien vektorbasierte Ergebnisse zu erhalten.

Was bedeutet vektorisieren eigentlich?

Vektorisieren beschreibt den Prozess, eine bildliche Darstellung in eine Vektorgrafik umzuwandeln, die mit mathematischen Formen und Linien aufgebaut ist. Vektorgrafiken sind besonders praktisch, weil sie ohne Qualitätsverlust skaliert werden können. Im Gegensatz zu Pixelbildern (Rastergrafiken), die aus einer festen Anzahl von Bildpunkten bestehen, erlauben Vektoren eine unendliche Vergrößerung oder Verkleinerung, ideal für Logos, Illustrationen oder technische Zeichnungen.

Ist Procreate ein Vektorprogramm?

Procreate selbst basiert hauptsächlich auf Rastergrafiken. Das bedeutet, dass alle Zeichnungen in Pixeln gespeichert werden und keine echte Vektorstruktur besitzen. Im Gegensatz zu Programmen wie Adobe Illustrator oder Affinity Designer bietet Procreate keine integrierten Werkzeuge zum Zeichnen oder Exportieren von echten Vektorformaten wie SVG, AI oder EPS.

Wie kann man trotzdem in Procreate erstellte Bilder vektorisieren?

Da Procreate eine Pixel-basierte App ist, muss man die entstandenen Illustrationen außerhalb von Procreate in ein Vektorformat umwandeln. Dies gelingt am besten, indem man die fertige Zeichnung in einer hohen Auflösung exportiert, beispielsweise als PNG oder TIFF, und diese Datei anschließend mit spezieller Software in Vektorgrafiken umwandelt. Programme wie Adobe Illustrator bieten eine automatische Nachzeichnerfunktion (Image Trace), die Pixelbilder analysiert und in Vektoren umwandelt. Auch kostenlose Alternativen wie Inkscape besitzen ähnliche Funktionen.

Darüber hinaus gibt es Online-Dienste, die Pixelbilder in Vektorgrafiken konvertieren. Wichtig ist dabei, Bilder mit klaren Formen, gutem Kontrast und einer gewissen Einfachheit zu verwenden, damit die Vektorisierung sauber und präzise erfolgt.

Gibt es alternative Workflows für vektorbasierte Illustrationen auf dem iPad?

Wer direkt auf dem iPad vektorbasierte Illustrationen erstellen möchte, sollte statt Procreate Apps verwenden, die speziell für Vektorgrafiken entwickelt wurden. Beispiele hierfür sind Vectornator, Adobe Illustrator Draw oder Concepts. Diese Programme ermöglichen das Zeichnen mit Pfaden und mathematisch definierten Formen. Ein bewährter Workflow ist es, in Procreate Skizzen anzufertigen und diese dann in einem Vektorprogramm nachzuzeichnen oder zu überarbeiten.

Fazit

Das Thema Procreate vektorisieren bedeutet meist, dass man die in Procreate erstellten Pixelbilder in Vektorformate umwandeln möchte. Da Procreate selbst nicht nativ mit Vektoren arbeitet, ist eine Weiterverarbeitung in spezialisierten Vektorprogrammen notwendig. Dadurch lassen sich die Vorteile von Vektorgrafiken nutzen, etwa die verlustfreie Skalierung und einfache Bearbeitung. Für Nutzer, die von Anfang an vektorbasierte Illustrationen erstellen möchten, empfiehlt sich die Nutzung entsprechender Vektor-Apps auf dem iPad oder Desktop.

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