Procreate oder Sketchbook – welche App ist besser für digitales Zeichnen?

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  1. Benutzeroberfläche und Bedienkomfort
  2. Funktionen und Werkzeuge
  3. Kompatibilität und Plattformen
  4. Preisgestaltung
  5. Fazit

Die Wahl zwischen Procreate und Sketchbook ist eine häufig gestellte Frage unter digitalen Künstlern und Illustratoren. Beide Apps bieten umfangreiche Werkzeuge und Funktionen für das digitale Zeichnen, unterscheiden sich jedoch in verschiedenen Bereichen, die je nach individuellen Bedürfnissen und Arbeitsweisen entscheidend sein können. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte beider Programme ausführlich erläutert, um eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Benutzeroberfläche und Bedienkomfort

Procreate zeichnet sich durch eine sehr intuitive und minimalistische Benutzeroberfläche aus, die speziell für das iPad und den Apple Pencil optimiert wurde. Die Werkzeuge sind leicht zugänglich und die Bedienung fühlt sich flüssig und natürlich an, was besonders für professionelle Illustratoren und Künstler von Vorteil ist. Sketchbook hingegen bietet ebenfalls eine übersichtliche Oberfläche, ist jedoch etwas umfangreicher und plattformübergreifend verfügbar. Das bedeutet, dass es nicht nur auf dem iPad, sondern auch auf Windows und Android-Geräten nutzbar ist, was für Anwender, die unterschiedliche Geräte verwenden, ein großer Vorteil sein kann.

Funktionen und Werkzeuge

Procreate bietet eine beeindruckende Vielfalt an Pinseln, Effekten und Farb-Tools sowie eine leistungsstarke Ebenenverwaltung. Zudem unterstützt Procreate Animationen und bietet eine Zeitrafferfunktion, die das Erstellen von Tutorials oder das Dokumentieren des Entstehungsprozesses erleichtert. Sketchbook bietet ebenfalls professionelle Pinselsets, Ebenen und Auswahlwerkzeuge, legt aber besonderen Wert auf eine einfache und schnelle Skizzenerstellung. Für Benutzer, die viel mit Konzeptzeichnungen oder schnellen Entwürfen arbeiten, kann Sketchbook daher sehr vorteilhaft sein.

Kompatibilität und Plattformen

Ein markanter Unterschied ist die Kompatibilität. Procreate ist ausschließlich für iOS und iPadOS verfügbar und bindet die Anwender somit an Apple-Geräte. Sketchbook hingegen ist plattformübergreifend erhältlich, also für Windows, Mac, iOS und Android. Dies macht Sketchbook flexibler und für Nutzer interessant, die unterschiedliche Betriebssysteme nutzen oder keinen Apple Pencil besitzen.

Preisgestaltung

Procreate ist eine kostenpflichtige App mit einem einmaligen Kaufpreis, der im Vergleich zu vielen anderen professionellen Grafikprogrammen recht günstig ist. Es fallen keine zusätzlichen Abonnements an, was für viele Nutzer ein klarer Vorteil ist. Sketchbook war lange Zeit ein Abo-Modell, hat aber mittlerweile eine kostenlose Version mit vielen Funktionen, sowie eine Pro-Version mit erweiterten Features. Dieses Modell erlaubt es Einsteigern, die Grundfunktionen kostenlos zu nutzen und bei Bedarf aufzurüsten.

Fazit

Ob Procreate oder Sketchbook die bessere Wahl ist, hängt maßgeblich von den individuellen Anforderungen und dem bevorzugten Arbeitsgerät ab. Wer ein iPad samt Apple Pencil besitzt und eine leistungsstarke, intuitiv zu bedienende App mit vielen kreativen Möglichkeiten sucht, wird mit Procreate hervorragend bedient. Nutzer, die plattformübergreifend arbeiten oder schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Zeichentools auf verschiedenen Geräten wünschen, finden in Sketchbook eine flexible und kostengünstige Lösung.

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