Worauf sollte man beim Kauf eines Regencapes für das Fahrradfahren achten?
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Ein Regencape (auch Regenponcho genannt) ist für viele Radfahrer die erste Wahl, da es schnell übergezogen werden kann und auch die Oberschenkel sowie den Lenker (und damit die Hände) trocken hält. Damit das Cape im Straßenverkehr sicher und komfortabel ist, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
1. Die Passform und der Schnitt
- Länge: Das Cape sollte vorne lang genug sein, um über den Lenker gespannt zu werden. Nur so bleiben die Oberschenkel trocken. Hinten sollte es kurz genug sein, damit es nicht ins Hinterrad gerät, aber lang genug, um den Rücken zu bedecken.
- Handschlaufen: Das ist eines der wichtigsten Features. Innen sollten Schlaufen für die Hände oder Daumen sein. Diese verhindern, dass das Cape bei Wind hochweht oder vom Lenker rutscht.
- Bauchgurt: Ein integrierter Gurt, den man um die Taille schließt, verhindert, dass das Cape bei Gegenwind wie ein Segel aufbläht.
2. Die Kapuze
- Helmkompatibilität: Überlegen Sie, ob Sie die Kapuze über oder unter dem Helm tragen wollen. Die meisten modernen Rad-Capes sind so geschnitten, dass sie über den Helm passen.
- Sichtfeld: Die Kapuze sollte verstellbar sein (meist per Kordelzug), damit sie sich mit dem Kopf mitdreht. Seitliche Sichtfenster aus Klarsichtfolie sind ein großer Pluspunkt für die Sicherheit beim Schulterblick.
- Schirm: Ein kleiner verstärkter Schirm an der Kapuze hält den Regen aus den Augen bzw. von der Brille fern.
3. Material und Wasserdichtigkeit
- Wassersäule: Achten Sie auf eine Wassersäule von mindestens 5.000 mm, besser 10.000 mm, um auch bei starkem Regen dicht zu halten.
- Atmungsaktivität: Da Ponchos unten offen sind, findet zwar ein gewisser Luftaustausch statt, dennoch ist eine atmungsaktive Membran sinnvoll, damit man unter dem Cape nicht so stark schwitzt.
- Getapte Nähte: Achten Sie darauf, dass die Nähte von innen verschweißt oder verklebt sind, da hier sonst Wasser eindringt.
4. Sichtbarkeit und Sicherheit
- Farbe: Im Regen ist die Sicht schlecht. Wählen Sie auffällige Signalfarben wie Neongelb, Orange oder leuchtendes Rot. Dunkle Farben (Blau, Schwarz) sind gefährlich.
- Reflektoren: Das Cape sollte großflächige Reflektoren an der Rückseite, den Seiten und idealerweise auch vorne haben.
5. Praktische Details
- Packmaß: Ein gutes Cape lässt sich klein zusammenfalten (oft in die eigene Brusttasche) und nimmt im Rucksack kaum Platz weg.
- Gewicht: Es sollte leicht sein, damit es beim Fahren nicht beschwert.
- Fenster für das Licht: Manche Capes haben vorne einen transparenten Einsatz, damit das fest installierte Vorderlicht am Lenker nicht vom Stoff verdeckt wird.
Vor- und Nachteile gegenüber einer Regenkombi (Jacke + Hose)
- Vorteile Cape: Sehr schnelle Handhabung, gute Belüftung von unten, schützt die Hände am Lenker, meist günstiger.
- Nachteile Cape: Hoher Windwiderstand ("Bremsfallschirm-Effekt"), bei sehr starkem Wind flatteranfällig, Füße (Schuhe) werden ohne zusätzliche Gamaschen oft trotzdem nass.
Profi-Tipp:
Nehmen Sie zum Kauf Ihren Fahrradhelm mit, um zu testen, ob die Kapuze wirklich gut passt und nicht verrutscht. Prüfen Sie auch, ob Sie unter dem Cape noch genug Bewegungsfreiheit für die Arme haben, um sicher lenken und Handzeichen geben zu können.