Worauf sollte man beim Kauf eines Kontaktgrills achten?

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Ein Kontaktgrill ist ein vielseitiges Küchengerät, das weit mehr kann als nur Sandwiches toasten. Damit du lange Freude an dem Gerät hast und gute Grillergebnisse (besonders bei Fleisch) erzielst, solltest du auf folgende Kriterien achten:

1. Die Leistung (Wattanzahl)

Die Leistung ist entscheidend dafür, wie schnell der Grill heiß wird und wie gut er die Temperatur hält, wenn kaltes Grillgut aufgelegt wird.

  • Empfehlung: Er sollte mindestens 1.800 bis 2.000 Watt haben.
  • Warum? Bei zu wenig Watt fällt die Temperatur zu stark ab, sobald du ein Steak auflegst. Das Fleisch fängt dann an zu kochen statt zu braten und wird zäh.

2. Abnehmbare Grillplatten

Dies ist vielleicht das wichtigste Komfort-Merkmal.

  • Achte darauf, dass die Platten per Knopfdruck herausnehmbar sind.
  • Reinigung: Fest verbaute Platten sind ein Albtraum bei der Reinigung. Abnehmbare Platten können meistens einfach in die Spülmaschine oder im Waschbecken eingeweicht werden.

3. Beschichtung und Material der Platten

  • Antihaftbeschichtung: Fast alle modernen Grills haben eine PTFE-Beschichtung (Teflon). Sie verhindert das Ankleben und ermöglicht fettarmes Grillen.
  • Keramikbeschichtung: Gilt als etwas kratzfester und hitzebeständiger, kann aber mit der Zeit die Antihaftwirkung verlieren.
  • Gusseisen: Findet man eher im Profi-Bereich. Es speichert die Hitze exzellent, ist aber schwerer und pflegeintensiver.

4. Flexibles Gelenk (Pendel-Scharnier)

Ein guter Kontaktgrill muss ein höhenverstellbares oder bewegliches Gelenk haben.

  • Warum? Nur so liegt die obere Platte immer plan (waagerecht) auf dem Grillgut auf – egal ob es sich um ein dünnes Fladenbrot oder ein dickes Entrecôte handelt. Ist das Gelenk starr, wird das Grillgut vorne gequetscht und hinten kaum berührt.

5. Temperaturregelung

  • Stufenlose Regelung: Du solltest die Hitze manuell einstellen können. Fisch und Gemüse brauchen weniger Hitze als ein Steak.
  • Separate Regelung: Hochwertige Modelle erlauben es manchmal, die obere und untere Platte getrennt voneinander zu regeln.

6. 180°-Öffnung (Tischgrill-Funktion)

Einige Modelle lassen sich komplett aufklappen, sodass beide Platten nebeneinanderliegen.

  • Vorteil: Du verdoppelst die Grillfläche und kannst das Gerät wie einen klassischen Elektrogrill für eine gesellige Runde am Tisch nutzen.

7. Fettauffangschale

Ein Muss für gesundes Grillen.

  • Die Platten sollten leicht geneigt sein oder Ablaufrinnen haben, damit überschüssiges Fett und Fleischsaft direkt in eine auffangbare und entnehmbare Schale fließen können.

8. Zusatzfunktionen (Smart-Features)

Moderne Geräte (wie z.B. der Tefal OptiGrill) bieten Automatikprogramme:

  • Sensoren: Das Gerät misst die Dicke des Fleisches und passt Zeit und Temperatur automatisch an.
  • Garstufen-Anzeige: Ein Signalton oder ein Lichtindikator zeigt an, wann das Fleisch "Medium" oder "Well Done" ist. Das ist besonders für Anfänger sehr hilfreich.

9. Größe der Grillfläche

Überlege dir, für wie viele Personen du grillst.

  • Standard: Reicht meist für 2 Personen oder 2-3 Sandwiches.
  • XL-Modelle: Sind für Familien (4+ Personen) fast unumgänglich, nehmen aber auch viel Platz im Schrank weg.

Zusammenfassung: Die Checkliste für den Kauf

  1. Leistung: Mindestens 2.000 Watt.
  2. Platten: Abnehmbar und spülmaschinenfest.
  3. Gelenk: Flexibel gelagert für unterschiedliche Dicken.
  4. Auffangschale: Vorhanden und leicht zu entnehmen.
  5. Extras: Überlege, ob du Automatik-Programme brauchst oder lieber alles manuell einstellst.

Ein kleiner Tipp: Wenn du oft Fleisch grillst, achte darauf, dass der Grill eine "Searing"-Funktion (scharfes Anbraten) hat oder sehr hohe Temperaturen (bis 250-270 °C) erreichen kann. Nur so entstehen die beliebten Röstaromen.