Woher stammen Karotten ursprünglich?

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Die Karotte (Mohrrübe) stammt ursprünglich aus Zentralasien, genauer gesagt aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan.

Hier sind die wichtigsten Stationen ihrer Geschichte:

  1. Die wilden Vorfahren: Die Wildform der Karotte (Daucus carota) war in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Diese wilden Wurzeln waren jedoch dünn, holzig und weißlich.
  2. Frühe Kultivierung: Die gezielte Züchtung begann vermutlich vor etwa 1.100 Jahren in der Region Afghanistan, Iran und Pakistan. Diese frühen Kulturformen waren jedoch nicht orange, sondern violett (durch Anthocyane) oder gelb.
  3. Weg nach Europa: Über Handelswege gelangte die Karotte im 10. Jahrhundert in den Nahen Osten und nach Nordafrika. Im 12. Jahrhundert brachten die Mauren die Pflanze schließlich nach Spanien, von wo aus sie sich über ganz Europa verbreitete.
  4. Die Erfindung der orangen Karotte: Die heute so typische orangefarbene Karotte entstand erst viel später, etwa im 16. oder 17. Jahrhundert in den Niederlanden. Niederländische Züchter selektierten gelbe und rote Varianten so lange, bis die intensiv orangefarbene Sorte entstand (reich an Beta-Carotin).
    • Ein bekannter Mythos besagt, dass dies zu Ehren des niederländischen Königshauses (Oranien-Nassau) geschah, was historisch jedoch nicht eindeutig belegt ist, aber gut zur damaligen Zeit passte.

Zusammenfassend: Die biologische Wiege steht in Zentralasien (lila/gelb), während die moderne, orangefarbene Karotte ein „Exportlager“ aus den Niederlanden ist.