Wann haben Karotten in Mitteleuropa typischerweise Saison?
Karotten (oder Möhren) haben in Mitteleuropa eine sehr lange Saison, da sie sowohl frisch vom Feld als auch hervorragend als Lagerware verfügbar sind.
Man unterscheidet grob drei Phasen:
1. Frühmöhren / Bundmöhren (Mai bis Juli)
Ab Ende Mai oder Juni kommen die ersten frischen Karotten aus heimischem Anbau auf den Markt. Diese werden meist als Bundmöhren (mit dem grünen Kraut) verkauft. Sie sind besonders zart, süßlich und haben eine dünne Schale, die man oft nur abwaschen muss.
2. Hauptente / Waschmöhren (August bis November)
Ab August beginnt die Haupternte der sogenannten Waschmöhren. Diese sind etwas kräftiger im Geschmack und größer als die frühen Sorten. Bis in den November hinein werden sie frisch vom Feld geerntet.
3. Lagerware (Dezember bis April)
Karotten lassen sich sehr gut lagern (meist in kühlen Kühlhäusern oder in Sand). Daher stammen die regionalen Karotten, die man im Winter und im frühen Frühjahr kauft, aus der Ernte des Vorherbstes. Da Karotten ein sehr robustes Lagergemüse sind, gelten sie das ganze Jahr über als regionales Standardgemüse.
Zusammenfassung:
- Frisch vom Feld (Hauptsaison): Juni bis November.
- Aus regionaler Lagerung: Dezember bis Mai.
- Höhepunkt der Ernte: September und Oktober.
Tipp: Wenn du Karotten mit grünem Kraut kaufst (Bundmöhren), solltest du das Kraut direkt nach dem Kauf entfernen. Es entzieht der Wurzel Feuchtigkeit und lässt die Karotte schneller schrumpelig werden. Das Kraut kann man übrigens für Pesto oder Smoothies verwenden!