Wofür wird die Schlagfunktion bei einer Bohrmaschine benötigt?

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Die Schlagfunktion einer Bohrmaschine wird benötigt, um in harte, mineralische Materialien zu bohren.

Hier ist die genaue Erklärung, warum man sie braucht und wie sie funktioniert:

1. Wofür braucht man sie? (Einsatzgebiete)

Normale Bohrer rotieren nur. Das reicht bei Holz, Metall oder Kunststoff aus. Bei mineralischen Stoffen hingegen würde die Bohrerspitze nur stumpf über die Oberfläche reiben, heiß werden und nicht vorankommen. Der Schlag bewirkt, dass das Material (Stein/Beton) zertrümmert wird.

Man nutzt den Schlag für:

  • Mauerwerk: Ziegelsteine, Kalksandstein.
  • Naturstein: Granit, Schiefer (hier ist Vorsicht geboten).
  • Beton: Wobei hier ein herkömmlicher Schlagbohrer oft an seine Grenzen stößt (siehe unten).

2. Wie funktioniert es?

Bei einer klassischen Schlagbohrmaschine wird die Drehbewegung mechanisch mit einer Schlagbewegung kombiniert. Im Inneren befinden sich zwei Zahnscheiben, die übereinandergleiten und die Bohrspindel so in eine vibrierende Vor- und Rückwärtsbewegung versetzen.

  • Das Prinzip: "Zertrümmern und Wegschaffen". Die Schläge zertrümmern die Struktur des Steins, und die Wendel des Bohrers befördert das Mehl nach draußen.

3. Wichtiger Unterschied: Schlagbohrmaschine vs. Bohrhammer

Es gibt zwei Arten von "Schlag":

  • Schlagbohrmaschine (Mechanischer Schlag): Erzeugt sehr viele, aber eher schwache Schläge (hohe Schlagzahl). Man muss als Nutzer fest gegen die Wand drücken, damit es funktioniert. Ideal für Ziegel und leichtes Mauerwerk.
  • Bohrhammer (Pneumatischer Schlag): Hier schlägt ein Kolben mit Druckluft auf den Bohrer. Die Schlagzahl ist niedriger, aber die Einzelschlagenergie viel höher. Man muss kaum drücken. Das ist das Werkzeug der Wahl für harten Beton.

4. Wann sollte man die Schlagfunktion AUSSCHALTEN?

Es ist wichtig, den Schlag in folgenden Fällen zu deaktivieren:

  • Holz, Metall, Kunststoff: Hier würde der Schlag das Material beschädigen oder den Bohrer ruinieren.
  • Fliesen: Man bohrt Fliesen immer ohne Schlag an, da sie sonst sofort springen oder splittern würden. Erst wenn man durch die Fliese hindurch im Mauerwerk ist, kann man (vorsichtig) den Schlag zuschalten.
  • Lochziegel / Hohlkammersteine: Schaltet man hier den Schlag ein, zertrümmert man oft die dünnen Stege im Inneren des Steins, und der Dübel findet später keinen Halt mehr.

Zusammenfassend: Die Schlagfunktion ist der "Hammer", der den Stein mürbe klopft, während die Drehung des Bohrers den Abfall wegräumt.

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