Wie wird das Ende einer Mullbinde nach dem Wickeln sicher fixiert?

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Um das Ende einer Mullbinde sicher zu fixieren, gibt es verschiedene Methoden, je nachdem, welches Material du zur Hand hast. Hier sind die gängigsten Möglichkeiten:

1. Fixierung mit Heftpflaster (Die gängigste Methode)

Dies ist die sauberste und sicherste Methode im medizinischen Alltag.

  • Vorgehen: Schneide ein Stück Heftpflaster (z.B. Leukosilk oder Leukoplast) ab. Klebe das Ende der Mullbinde einfach auf die darunterliegende Lage der Binde fest.
  • Vorteil: Es hält sehr sicher und trägt nicht auf.

2. Verknoten durch Einschneiden (Die "Notfall-Methode")

Wenn du kein Pflaster oder Klammern zur Hand hast, kannst du die Mullbinde selbst zum Knoten verwenden.

  • Vorgehen: Schneide das Ende der Mullbinde in der Mitte längs etwa 10 bis 15 cm weit ein, sodass zwei Stoffstreifen entstehen.
  • Fixierung: Führe die beiden Streifen in entgegengesetzter Richtung um das Körperteil (z. B. den Arm) herum und verknote sie auf der Oberseite mit einem einfachen Doppelknoten.
  • Wichtig: Nicht zu fest knoten, um die Durchblutung nicht einzuschränken!

3. Verbandklammern ("Schwiegermütter")

In vielen Verbandkästen liegen kleine elastische Metallklammern mit Häkchen bei.

  • Vorgehen: Hake die eine Seite der Klammer in das Ende der Mullbinde und die andere Seite in die darunterliegende Wickelschicht ein.
  • Nachteil: Sie können sich bei Bewegung lösen oder unter enger Kleidung drücken. In der modernen Ersten Hilfe werden sie seltener empfohlen, da sie bei ungeschickter Handhabung die Haut ritzen könnten.

4. Einstecken (Nur zur Not)

  • Vorgehen: Das Ende der Mullbinde wird einfach unter die letzte oder vorletzte Wicklung geschoben.
  • Nachteil: Das hält meist nur kurzzeitig und löst sich bei Bewegung sehr schnell wieder.

5. Sicherheitsnadel

  • Vorgehen: Das Ende wird mit einer Sicherheitsnadel an den darunterliegenden Schichten festgesteckt.
  • Vorteil: Hält sehr fest.
  • Nachteil: Verletzungsgefahr und Druckstellen möglich.

Wichtige Tipps zum Abschluss:

  1. Durchblutung prüfen: Der Verband darf fest sitzen, aber niemals abschnüren. Wenn die Fingerspitzen oder Zehen blau anlaufen, kribbeln oder kalt werden, ist der Verband zu fest.
  2. Keine Falten: Achte darauf, dass die Fixierung (besonders Knoten) nicht direkt auf einer Wunde oder einer Druckstelle (z.B. Knochenvorsprung) liegt.
  3. Sauberkeit: Berühre das Ende der Binde, das direkt über der Wundauflage liegt, möglichst wenig mit ungewaschenen Händen.

Empfehlung: Im privaten Erste-Hilfe-Kasten ist eine Rolle Heftpflaster immer die beste Wahl für eine sichere Fixierung.

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