Wie viele Kartoffelsorten gibt es weltweit?
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Es gibt weltweit schätzungsweise über 5.000 verschiedene Kartoffelsorten.
Hier sind einige interessante Details dazu:
- Zentrum der Vielfalt: Die größte Vielfalt findet man in den Anden Südamerikas (insbesondere in Peru, Bolivien und Ecuador). Allein dort werden Tausende von einheimischen Sorten angebaut, die sich in Form, Farbe (von gelb über rot bis tiefviolett) und Geschmack stark unterscheiden.
- Das Internationale Kartoffelzentrum (CIP): In Lima (Peru) befindet sich eine Genbank, die die größte Sammlung der Welt hütet. Dort werden über 4.600 verschiedene Landsorten von Speisekartoffeln sowie zahlreiche Wildarten konserviert.
- Sorten in Deutschland: In Deutschland sind beim Bundessortenamt aktuell etwa 210 Sorten zugelassen. Im Handel findet man jedoch meist nur eine kleine Auswahl der gängigsten Sorten (wie z. B. Linda, Belana oder Sieglinde).
- Unterscheidungsmerkmale: Die Sorten werden weltweit nach verschiedenen Kriterien unterteilt, unter anderem:
- Kocheigenschaften: Festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend.
- Erntezeitpunkt: Sehr frühe bis sehr späte Sorten.
- Verwendungszweck: Speisekartoffeln, Veredlungskartoffeln (für Pommes oder Chips) oder Stärkekartoffeln für die Industrie.
Obwohl es so viele Sorten gibt, basieren die meisten im großflächigen, kommerziellen Anbau weltweit auf nur wenigen Dutzend Hochleistungssorten. Die Erhaltung der alten und wilden Sorten ist jedoch extrem wichtig, um die genetische Vielfalt zu sichern, da diese oft resistenter gegen Krankheiten oder den Klimawandel sind.