Wie verhindert man einen unnatürlichen Orangestich bei der Anwendung von Selbstbräuner?

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Ein unnatürlicher Orangestich ist der Albtraum jeder Selbstbräuner-Anwendung. Er entsteht meist durch eine chemische Reaktion des Wirkstoffs DHA (Dihydroxyaceton) mit den Proteinen der obersten Hautschicht, wenn das Produkt zu hoch konzentriert ist, ungleichmäßig aufgetragen wird oder die Haut nicht optimal vorbereitet wurde.

Hier sind die besten Strategien, um ein natürliches, goldenes Ergebnis ohne Orangestich zu erzielen:

1. Die Farbwahl: Den richtigen Unterton finden

Moderne Selbstbräuner nutzen oft das Prinzip der Komplementärfarben, um Orange zu neutralisieren:

  • Grüner Unterton: Ideal für helle bis mittlere Hauttypen. Grün neutralisiert Rot- und Orangetöne.
  • Violetter/Blauer Unterton: Perfekt für dunklere Hauttypen oder Menschen, die zu einem gelblichen Teint neigen. Violett sorgt für ein tiefes, kühles Braun.
  • Wähle „Gradual Tanner“: Wenn du Anfänger bist, nutze Lotionen, die die Bräune nach und nach aufbauen. Das Risiko für Fehler ist hier viel geringer.

2. Vorbereitung: Die Leinwand glätten

Ein ungleichmäßiger Auftrag führt zu dunklen Flecken, die oft orange wirken.

  • Peeling (24 Stunden vorher): Entferne abgestorbene Hautschuppen mit einem ölfreien Peeling. Besonders an Knöcheln, Knien und Ellenbogen sammeln sich Schuppen an, die zu viel Farbe aufsaugen.
  • Rasieren: Erledige die Haarentfernung ebenfalls 24 Stunden vor dem Bräunen, damit sich die Poren wieder schließen können. Sonst entstehen kleine dunkle Punkte („Erdbeerbeine“).

3. Feuchtigkeit als Barriere

Trockene Hautpartien saugen den Wirkstoff wie ein Schwamm auf und werden dadurch viel dunkler/oranger als der Rest.

  • Trage eine fettfreie Bodylotion auf Knie, Ellenbogen, Fersen, Knöchel und die Übergänge zu den Handgelenken auf. Das wirkt wie ein Verdünner für den Selbstbräuner an diesen kritischen Stellen.

4. Das richtige Werkzeug: Der Bräunungshandschuh (Mitt)

Trage Selbstbräuner niemals mit den nackten Händen auf.

  • Ein Tanning Mitt verteilt das Produkt gleichmäßiger und verhindert, dass deine Handflächen orange werden.
  • Arbeite in kreisenden Bewegungen von den Beinen nach oben.

5. „Weniger ist mehr“ an den Gelenken

Wenn du den Rest des Körpers fertig hast, nutze nur die Produktreste, die sich noch im Handschuh befinden, für Füße, Hände und das Gesicht. Diese Stellen brauchen nur einen minimalen Hauch von Farbe.

6. Die richtige Einwirkzeit und Pflege danach

  • Lockere Kleidung: Trage während der Einwirkzeit weite, dunkle Kleidung. Enge Leggings oder BH-Träger können das Produkt abreiben und Streifen verursachen.
  • Erstes Duschen: Dusche nach der angegebenen Einwirkzeit nur mit lauwarmem Wasser (ohne Duschgel), um überschüssiges Produkt abzuspülen.
  • Feuchtigkeit: Creme dich danach täglich ein. Gut durchfeuchtete Haut behält die Bräune länger und sie blättert nicht fleckig ab.

7. Was tun, wenn es doch passiert ist?

Falls du orangefarbene Stellen entdeckst:

  • Zitronensaft oder Babyöl: Beides kann helfen, die oberste Farbschicht sanft zu lösen.
  • Ein langes Bad: Weicht die Haut auf, sodass du die Farbe mit einem Peeling-Handschuh vorsichtig abschrubben kannst.

Pro-Tipp: Wenn du sehr helle Haut hast, mische deinen Selbstbräuner in der Hand mit etwas normaler Bodylotion. So verringerst du die DHA-Konzentration und das Ergebnis wird subtiler und natürlicher.