Wie trägt man Selbstbräuner am besten auf, um Streifen zu vermeiden?
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Selbstbräuner ohne Streifen und Flecken aufzutragen ist eine kleine Kunst, die vor allem auf der richtigen Vorbereitung und der Technik basiert.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein perfektes, natürliches Ergebnis:
1. Die Vorbereitung (24 Stunden vorher)
Dies ist der wichtigste Schritt. Ein unebener Untergrund führt fast immer zu Flecken.
- Peeling: Entferne abgestorbene Hautschüppchen mit einem ölfreien Peeling oder einem Peelinghandschuh. Achte besonders auf raue Stellen wie Ellenbogen, Knie und Knöchel.
- Rasieren/Epilieren: Erledige die Haarentfernung einen Tag vor dem Bräunen. So können sich die Poren wieder schließen, und du vermeidest die typischen „dunklen Pünktchen“ (Self-Tan in den Poren).
- Keine Öle: Benutze am Tag des Auftragens keine ölhaltigen Duschgele oder Körperlotions, da diese einen Film bilden, der den Selbstbräuner abweist.
2. Kurz vor dem Auftrag
- Feuchtigkeit für Trockenzonen: Creme nur die Stellen dünn mit einer leichten Bodylotion ein, die extrem trocken sind (Knie, Ellenbogen, Knöchel, Fersen und die Handgelenke). Das verhindert, dass diese Stellen zu viel Farbe aufsaugen und zu dunkel werden.
- Haut trocknen: Stelle sicher, dass deine Haut komplett trocken ist.
3. Das richtige Werkzeug
- Tanning Mitt (Bräunungshandschuh): Benutze niemals deine bloßen Hände! Ein Handschuh sorgt für eine gleichmäßige Verteilung und verhindert verfärbte Handflächen.
4. Die Technik beim Auftragen
- Von unten nach oben: Beginne bei den Knöcheln und arbeite dich nach oben zum Oberkörper vor. Wenn du dich bückst, um deine Beine einzureiben, könnten am Bauch Falten entstehen, die den frischen Bräuner verschmieren.
- Kreisende Bewegungen: Massiere das Produkt in großen, kreisenden Bewegungen ein. Streiche nicht einfach nur gerade hoch und runter.
- Weniger ist mehr an Gelenken: Nutze für Knie, Ellenbogen und Füße nur die Reste, die sich noch am Handschuh befinden. Knicke die Gelenke beim Eincremen (z. B. Knie beugen), damit die Farbe auch in die Hautfalten gelangt.
5. Gesicht, Hände und Füße
Diese Stellen sind am schwierigsten.
- Hände/Füße: Benutze für den Handrücken und den Fußrücken am besten einen Make-up-Pinsel (Kabuki-Pinsel). Verblende den Übergang vom Handgelenk zur Hand vorsichtig. Spare die Innenflächen und die Zwischenräume der Finger aus.
- Gesicht: Mische den Selbstbräuner (oder spezielle Bräunungstropfen) mit deiner Tagespflege, um ein zu hartes Ergebnis zu vermeiden. Vergiss den Haaransatz und die Ohren nicht beim Verblenden.
6. Nach dem Auftrag
- Trocknen lassen: Warte mindestens 10–15 Minuten, bevor du dich anziehst.
- Lockere Kleidung: Trage während der Einwirkzeit weite, dunkle Kleidung. Enge Leggings oder BH-Träger können Streifen verursachen.
- Wasser vermeiden: Achte darauf, während der Einwirkzeit (meist 4–8 Stunden) nicht zu schwitzen und kein Wasser an die Haut zu lassen (Vorsicht beim Händewaschen!).
7. Die erste Dusche
- Spüle den Bräuner nach der Einwirkzeit nur mit lauwarmem Wasser ab, ohne Duschgel oder Schrubben, bis das Wasser klar ist. Tupfe die Haut danach vorsichtig trocken, statt zu rubbeln.
Profi-Tipp für Notfälle:
Solltest du trotz aller Vorsicht Streifen entdecken: Ein Bad mit Badeöl oder ein sanftes Peeling an der betroffenen Stelle kann die Farbe abmildern. Zitronensaft auf einem Wattepad hilft bei dunklen Flecken an den Händen.
Welches Produkt nutzt du? (Mousse ist für Anfänger meist am besten geeignet, da man oft eine „Leitfarbe“ sieht und genau weiß, wo man schon gecremt hat.)