Wie setzt man eine Zeckenzange korrekt an der Haut an?
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Das korrekte Entfernen einer Zecke mit einer Zeckenzange ist wichtig, um das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern (wie Borreliose oder FSME) zu minimieren.
Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Die Vorbereitung
- Reinigen Sie die Zeckenzange vorab idealerweise mit Alkohol oder Desinfektionsmittel.
- Sorgen Sie für gutes Licht, damit Sie die Zecke genau sehen können.
2. Das richtige Ansetzen (Der wichtigste Schritt)
- Hautnah ansetzen: Führen Sie die Zange so nah wie möglich an der Hautoberfläche an die Zecke heran.
- Den Kopf greifen: Die Zange muss die Zecke an ihren Mundwerkzeugen (also direkt am Kopf, nah an der Haut) erfassen, nicht am vollgesogenen Körper.
- Warum? Wenn Sie den Körper quetschen, kann die Zecke ihren Speichel oder Darminhalt (inklusive Krankheitserreger) in Ihre Blutbahn spritzen.
3. Das Herausziehen
- Gleichmäßiger Zug: Ziehen Sie die Zecke langsam, kontrolliert und gerade nach oben aus der Haut heraus.
- Nicht drehen! Zecken haben kein Gewinde. Durch Drehen reißen die Widerhaken am Stechapparat eher ab, und der Kopf bleibt stecken.
- Geduld: Ziehen Sie stetig. Es kann einen Moment dauern, bis sich die Widerhaken aus dem Gewebe lösen.
4. Nachsorge
- Desinfizieren: Reinigen Sie die Einstichstelle und die Zange nach der Entfernung gründlich mit Desinfektionsmittel oder hochprozentigem Alkohol.
- Kontrolle: Falls der Kopf (oder Teile der Mundwerkzeuge) stecken geblieben ist: Keine Panik. Dies ist meist unbedenklich und wird vom Körper wie ein kleiner Splitter abgestoßen. Versuchen Sie nicht, mit Gewalt darin herumzustechen.
- Beobachten: Markieren Sie den Tag im Kalender und beobachten Sie die Stelle in den nächsten 4 bis 6 Wochen.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten:
- Kein Öl, Nagellack oder Klebstoff: Diese alten Hausmittel ersticken die Zecke zwar, versetzen sie aber in Todesangst, woraufhin sie ihren Mageninhalt (und damit Erreger) in die Wunde abgibt.
- Nicht mit den Fingern zerquetschen: Dabei besteht die höchste Infektionsgefahr.
Wann sollten Sie zum Arzt?
- Wenn sich um die Einstichstelle eine kreisförmige Rötung ausbreitet (Wanderröte, Erythema migrans).
- Wenn die Stelle stark anschwillt, schmerzt oder heiß wird.
- Wenn Sie in den Tagen oder Wochen danach grippeähnliche Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen bekommen.