Wie schützt man ein herkömmliches Pflaster beim Duschen oder Schwimmen vor Wasser?

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Ein herkömmliches Pflaster ist meist nicht wasserfest und löst sich schnell ab, wenn es nass wird. Zudem kann Feuchtigkeit unter dem Pflaster die Wundheilung verzögern oder Infektionen begünstigen.

Hier sind die besten Methoden, um ein Pflaster beim Duschen oder Schwimmen zu schützen:

1. Wasserdichte Folienverbände (Die sicherste Methode)

Im Fachhandel (Apotheke oder Drogerie) gibt es transparente, selbstklebende Duschpflaster oder Fixierfolien (z. B. Opsite Flexifix oder Tegaderm).

  • Anwendung: Diese Folie ist hauchdünn und wird großflächig über das normale Pflaster geklebt. Sie schließt luft- und wasserdicht ab.
  • Vorteil: Hält auch beim längeren Duschen oder kurzen Schwimmen sehr sicher.

2. Duschhüllen oder Plastiktüten (Für Arme und Beine)

Wenn sich die Wunde an einer Extremität befindet, ist dies die einfachste Lösung.

  • Anwendung: Eine Plastiktüte oder spezielle Duschschutz-Hüllen (gibt es in der Apotheke) über den Arm oder das Bein ziehen.
  • Abdichten: Die Ränder oben und unten mit wasserfestem Klebeband (z. B. Isolierband oder medizinisches Fixierpflaster) festkleben. Achten Sie darauf, die Blutzufuhr nicht abzuschnüren.
  • Tipp: Ein Gummiband über der Tüte hilft zusätzlich, erfordert aber Vorsicht.

3. Frischhaltefolie (Die Notlösung für die Dusche)

Wenn Sie nichts anderes im Haus haben, kann Frischhaltefolie kurzzeitig helfen.

  • Anwendung: Wickeln Sie die Folie mehrfach großzügig um die Stelle. Die Enden müssen weit über das Pflaster hinausragen.
  • Wichtig: Fixieren Sie die Ränder mit wasserfestem Klebeband. Diese Methode ist zum Schwimmen nicht geeignet, nur für kurzes Duschen.

4. Wasserfeste Sprühpflaster (Nur bei kleinen Kratzern)

Falls die Wunde sehr klein ist und Sie das herkömmliche Pflaster noch nicht aufgeklebt haben, ist ein Sprühpflaster eine Alternative. Es bildet einen wasserfesten Film direkt auf der Haut.

  • Hinweis: Nicht auf tiefere oder stark blutende Wunden sprühen!

5. Spezielle wasserfeste Pflaster (Aqua-Pflaster)

Anstatt das herkömmliche Pflaster zu schützen, können Sie es durch ein spezielles Aqua-Pflaster ersetzen. Diese haben einen umlaufenden Kleberand, der kein Wasser durchlässt.

  • Wichtig: Die Haut muss beim Aufkleben absolut trocken und fettfrei sein, sonst halten sie nicht.

Wichtige Tipps für danach:

  • Kontrolle: Prüfen Sie nach dem Kontakt mit Wasser sofort, ob das Pflaster trocken geblieben ist. Wenn es feucht geworden ist, muss es gewechselt werden, da die feuchte Kammer ein idealer Nährboden für Bakterien ist.
  • Schwimmen im Chlor- oder Seewasser: Hier ist besondere Vorsicht geboten. Ein normales Pflaster mit einer Tüte drüber reicht hier meist nicht aus. Verwenden Sie für das Schwimmen am besten die unter Punkt 1 genannten professionellen Folienverbände.
  • Wundheilung: Falls die Wunde bereits Anzeichen einer Entzündung zeigt (Rötung, Pochen, Hitze), sollten Sie das Schwimmen komplett vermeiden, bis die Wunde geschlossen ist.

Zusammenfassend: Für das Schwimmen sind wasserdichte Folienverbände (Apotheke) am besten. Zum Duschen reicht oft eine Plastiktüte mit gut abgedichteten Rändern.

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