Wie reinigt man ein Inhaliergerät richtig, um eine Keimbildung im Schlauch zu verhindern?

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Die richtige Reinigung eines Inhalationsgeräts (Verneblers) ist entscheidend, um zu verhindern, dass Bakterien oder Pilze in die Lunge gelangen. Besonders der Schlauch ist ein kritischer Punkt, da sich dort Kondenswasser sammeln kann.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die optimale Hygiene:

1. Das Wichtigste vorab: Der Schlauch

Der Luftführungsschlauch darf in der Regel nicht mit Wasser oder Reinigungsmittel von innen gereinigt werden. Wasserreste im Schlauch sind der ideale Nährboden für Keime.

  • Nach jeder Inhalation: Trennen Sie den Vernebler (das Teil, in das das Medikament kommt) vom Schlauch. Lassen Sie das Kompressor-Grundgerät für ca. 2 bis 5 Minuten alleine laufen, während der Schlauch noch angeschlossen ist.
  • Der Effekt: Der Luftstrom trocknet eventuelles Kondenswasser im Schlauch vollständig aus.
  • Außenreinigung: Wischen Sie den Schlauch außen nur mit einem feuchten Tuch oder einem Desinfektionsmittel ab.
  • Wenn Wasser im Schlauch ist: Sollte doch einmal Flüssigkeit hineingelangt sein, lassen Sie das Gerät so lange laufen, bis er absolut trocken ist. Bleibt er trüb oder sieht man Stockflecken, muss er sofort ausgetauscht werden.

2. Reinigung nach jedem Gebrauch (Maske, Mundstück, Vernebler)

Nach jeder Anwendung müssen die Teile, die direkt mit dem Medikament oder dem Atem des Patienten in Kontakt kommen, gereinigt werden:

  1. Auseinanderbauen: Zerlegen Sie den Vernebler in seine Einzelteile.
  2. Spülen: Reinigen Sie alle Teile (außer den Schlauch!) mit warmem Leitungswasser und ein wenig mildem Spülmittel.
  3. Abspülen: Spülen Sie gründlich mit klarem Wasser nach, um Seifenreste zu entfernen.
  4. Trocknen: Lassen Sie die Teile an der Luft auf einem sauberen, fusselfreien Tuch vollständig trocknen. Wichtig: Nicht abtrocknen, da Handtücher Keime übertragen können.

3. Tägliche Desinfektion (Abkochen)

Mindestens einmal täglich (bei häufiger Nutzung) oder nach dem letzten Gebrauch des Tages sollten die Teile desinfiziert werden:

  • Abkochen: Legen Sie die zerlegten Teile (Vernebler, Mundstück, ggf. Maske – prüfen Sie die Gebrauchsanweisung auf Hitzebeständigkeit) für ca. 5 bis 10 Minuten in kochendes Wasser.
  • Vaporisator: Alternativ eignet sich ein Dampfdesinfektionsgerät (wie für Babyfläschchen).
  • Wichtig: Der Schlauch darf meist nicht abgekocht werden (er verformt sich)!

4. Wartung und Austausch (Year-Pack)

Auch bei bester Pflege altern die Kunststoffteile und bekommen mikroskopisch kleine Risse, in denen sich Keime festsetzen können.

  • Filter wechseln: Das Grundgerät hat einen Luftfilter. Prüfen Sie diesen regelmäßig (er sollte weiß sein). Ist er grau oder braun, muss er ersetzt werden (meist alle 6–12 Monate).
  • Year-Pack: Die meisten Hersteller (z.B. PARI) bieten jährliche Austauschsets an. Dieses enthält einen neuen Schlauch, einen neuen Vernebler und neue Filter. Einmal im Jahr sollte das gesamte Zubehör komplett ersetzt werden.

Zusammenfassung der "Goldenen Regeln":

  1. Hände waschen, bevor Sie das Gerät anfassen.
  2. Schlauch niemals spülen, sondern durch das Gerät trockenblasen lassen.
  3. Teile an der Luft trocknen lassen, niemals mit einem benutzten Küchentuch.
  4. Regelmäßig abkochen.

Wenn Sie diese Schritte befolgen, bleibt Ihr Inhalationsgerät hygienisch einwandfrei und sicher für Ihre Atemwege.

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