Wie desinfiziert man die Einzelteile eines Inhaliergeräts sicher, ohne das Material zu beschädigen?

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Die sichere Desinfektion eines Inhaliergeräts (Verneblers) ist entscheidend, um Keimbildung zu verhindern, ohne die empfindlichen Kunststoffteile zu beschädigen.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die sich an den gängigen Standards (z. B. von PARI oder ähnlichen Herstellern) orientiert:

1. Vorbereitung: Zerlegen und Reinigen

Bevor desinfiziert wird, muss das Gerät von Medikamentenrückständen gereinigt werden.

  • Zerlegen: Trennen Sie Maske, Mundstück und den Vernebler (das Gefäß) in alle Einzelteile.
  • Reinigung: Waschen Sie alle Teile (außer dem Schlauch!) in warmem Wasser mit ein wenig mildem Spülmittel ab.
  • Abspülen: Spülen Sie alles gründlich unter fließendem Trinkwasser ab.

2. Die Desinfektion (Drei sichere Methoden)

Prüfen Sie vorab in der Bedienungsanleitung, ob Ihre Teile kochfest sind. Die meisten modernen Geräte bestehen aus Polypropylen (PP) oder Silikon und vertragen Hitze gut.

Methode A: Abkochen (Am gängigsten)

  1. Legen Sie die Einzelteile in einen Topf mit sprudelnd kochendem Wasser.
  2. Lassen Sie die Teile mindestens 5 bis 10 Minuten im kochenden Wasser.
  3. Wichtig: Achten Sie darauf, dass genügend Wasser im Topf ist, damit die Kunststoffteile den heißen Topfboden nicht direkt berühren (Gefahr von Verformung). Ein Siebeinsatz kann hier helfen.

Methode B: Vaporisator (Dampfdesinfektionsgerät)

Falls Sie ein Dampfdesinfektionsgerät für Babyflaschen haben, ist dies die materialschonendste und sicherste Methode.

  1. Teile in den Vaporisator legen.
  2. Den Zyklus (meist ca. 10-15 Min.) durchlaufen lassen.

Methode C: Chemische Desinfektion (Nur wenn nicht kochfest)

Falls Teile nicht hitzebeständig sind, können Sie spezielle Desinfektionsmittel für Medizinprodukte verwenden (z. B. Gigasept Instru AF).

  • Halten Sie sich strikt an die Konzentration und Einwirkzeit auf der Packung.
  • Ganz wichtig: Danach extrem gründlich mit klarem Wasser abspülen, damit keine Chemikalien eingeatmet werden!

3. Was Sie NIEMALS tun sollten

  • Den Schlauch abkochen: Der Anschlussschlauch ist meist nicht hitzebeständig. Er verformt sich oder wird trüb. Reinigen Sie ihn nur außen feucht. Falls Feuchtigkeit im Schlauch ist, lassen Sie das Inhaliergerät kurz ohne Vernebler laufen, um den Schlauch "trocken zu pusten".
  • In die Spülmaschine geben: Spülmaschinenreiniger sind oft zu aggressiv und können den Kunststoff spröde machen oder Rückstände hinterlassen, die beim nächsten Inhalieren die Lunge reizen.
  • Mikrowelle: Legen Sie die Teile niemals trocken in die Mikrowelle. Nur spezielle Mikrowellen-Dampfbeutel sind sicher, sofern die Teile dafür freigegeben sind.

4. Trocknung und Lagerung (Sehr wichtig!)

Keime lieben Feuchtigkeit. Der wichtigste Schritt ist die Trocknung:

  1. Legen Sie die Teile auf ein frisches, sauberes Küchentuch oder ein Papiertuch an einem staubfreien Ort.
  2. Trocknen Sie die Teile nicht mit einem Handtuch ab (Fusselgefahr und Keimübertragung).
  3. Lassen Sie alles vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie das Gerät wieder zusammenbauen oder in einer Tasche verstauen.

Wie oft desinfizieren?

  • Bei täglicher Nutzung: Einmal täglich desinfizieren.
  • Nach jeder Nutzung: Gründlich mit Spülmittel reinigen und trocknen lassen.
  • Filter: Den Luftfilter am Kompressor nicht reinigen, sondern regelmäßig (meist alle 6-12 Monate) komplett austauschen.

Tipp: Wenn die Kunststoffteile mit der Zeit weißliche Beläge bekommen, handelt es sich meist um Kalk vom Abkochen. Ein Spritzer Essig oder Zitronensäure im Kochwasser verhindert das, oder Sie nutzen destilliertes Wasser zum Abkochen.

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