Wie oft lässt sich eine Raufasertapete im Durchschnitt überstreichen?
Melden
Eine Raufasertapete lässt sich im Durchschnitt etwa 5 bis 7 Mal überstreichen.
Es gibt jedoch einige Faktoren, die diesen Wert nach oben oder unten beeinflussen können:
1. Die Körnung der Tapete
- Grobe Raufaser: Da die eingearbeiteten Holzfasern größer sind, bleibt die Struktur länger sichtbar. Sie verträgt meist mehr Anstriche (bis zu 7 oder 8 Mal).
- Feine Raufaser: Die feine Struktur wird schneller durch die Farbschichten „zugeschwemmt“. Hier ist oft schon nach 4 bis 5 Mal Schluss, da die Tapete danach fast glatt wirkt.
2. Die Qualität der Farbe
- Hochwertige Dispersionsfarbe: Diese hat eine hohe Deckkraft bei geringer Schichtdicke. Man muss also weniger Farbe auftragen, um ein schönes Ergebnis zu erzielen, was mehr Renovierungszyklen erlaubt.
- Günstige Baumarktfarbe: Diese deckt oft schlechter, weshalb man mehr Schichten benötigt. Das füllt die Struktur der Tapete schneller auf.
3. Die Tragfähigkeit des Kleisters
Mit jedem Anstrich wird die Tapete schwerer. Irgendwann ist das Gewicht der Farbschichten so hoch, dass die Haftkraft des Kleisters nachlässt.
- Anzeichen für Probleme: Die Tapete beginnt an den Nähten aufzugehen oder bildet Blasen, wenn sie feucht wird.
Wann ist es Zeit für eine neue Tapete?
Sie sollten die Tapete entfernen und neu tapezieren, wenn:
- Die typische Struktur kaum noch erkennbar ist (die Wand wirkt "klumpig" oder verschwommen).
- Sich die Tapete an den Ecken oder Nähten großflächig löst.
- Die Farbschicht so dick ist, dass sie zu reißen beginnt (Abplatzungen).
Pro-Tipp: Wenn Sie feststellen, dass die Struktur fast weg ist, lohnt es sich meistens, die alte Tapete mit einem Dampfgerät oder Tapetenlöser zu entfernen, anstatt ein achtes Mal drüberzustreichen. Das Ergebnis einer frischen Raufaser sieht deutlich sauberer und hochwertiger aus.