Wie lassen sich unangenehme Gerüche in häufig genutzten Arbeitshandschuhen verhindern?
Unangenehme Gerüche in Arbeitshandschuhen entstehen primär durch Bakterien, die sich im feucht-warmen Milieu (Schweiß) besonders wohlfühlen. Um den Gestank zu verhindern oder zu beseitigen, hilft eine Kombination aus Hygiene, Trocknung und Materialpflege.
Hier sind die effektivsten Strategien:
1. Die wichtigste Regel: Gründliches Trocknen
Bakterien brauchen Feuchtigkeit. Wenn die Handschuhe nach der Arbeit feucht in der Werkzeugtasche oder im Spind bleiben, ist Geruch vorprogrammiert.
- An der Luft trocknen: Hängen Sie die Handschuhe an einem gut belüfteten Ort auf.
- Umstülpen: Wenn möglich, ziehen Sie das Innere nach außen, damit die Feuchtigkeit schneller entweichen kann.
- Schuhtrockner nutzen: Es gibt elektrische Trockner für Schuhe und Handschuhe, die mit sanfter Warmluft arbeiten.
- Zeitungspapier: Stopfen Sie die Handschuhe über Nacht mit Zeitungspapier aus, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.
2. Hygiene während der Arbeit
- Baumwoll-Unterziehhandschuhe: Dies ist der effektivste Profi-Tipp. Tragen Sie dünne, waschbare Baumwollhandschuhe unter den eigentlichen Arbeitshandschuhen. Diese saugen den Schweiß auf und können täglich bei 60 °C gewaschen werden.
- Hände waschen: Waschen und trocknen Sie Ihre Hände gründlich, bevor Sie in die Handschuhe schlüpfen.
- Händedesinfektion: Ein alkoholisches Desinfektionsmittel vor dem Anziehen tötet Bakterien auf der Haut ab, die sonst in den Handschuh gelangen.
3. Rotation (Das 2-Paar-System)
Tragen Sie niemals dasselbe Paar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Wenn Sie zwei Paare im Wechsel nutzen, hat jedes Paar mindestens 24 Stunden Zeit, um vollständig auszutrocknen. Das verlängert zudem die Lebensdauer der Handschuhe erheblich.
4. Hausmittel gegen Geruch
- Natron oder Backpulver: Streuen Sie nach der Arbeit etwas Natron in die Handschuhe. Es bindet Feuchtigkeit und neutralisiert Gerüche. Vor dem nächsten Tragen einfach ausklopfen.
- Gefrierfach-Methode: Legen Sie die (trockenen!) Handschuhe in einer Plastiktüte über Nacht ins Gefrierfach. Die Kälte tötet viele der geruchsbildenden Bakterien ab.
- Zederholz: Es gibt Säckchen mit Zederholzspänen (oft für Schuhe verkauft), die man in die Handschuhe stecken kann. Sie wirken antibakteriell und duften angenehm.
5. Reinigung und Waschen
Prüfen Sie, ob Ihre Handschuhe waschbar sind:
- Textil/Synthetik: Diese können oft bei 30–40 °C in die Waschmaschine (Schonwaschgang, kein Weichspüler).
- Leder: Lederhandschuhe sollten nicht in die Maschine. Reinigen Sie diese eher mit einer speziellen Sattelseife und fetten Sie sie nach dem Trocknen leicht ein, damit sie nicht brüchig werden.
- Desinfektionsspray: Ein spezielles Textil-Desinfektionsspray kann zwischendurch helfen, die Keimbelastung zu senken.
6. Die Wahl des richtigen Materials
Wenn Sie stark an den Händen schwitzen, achten Sie beim Neukauf auf:
- Atmungsaktivität: Handschuhe mit Mikroporen oder Strickrücken lassen Wärme entweichen.
- Antibakterielle Beschichtung: Manche Hersteller bieten Handschuhe mit einer integrierten Silberionen-Ausrüstung an, die das Bakterienwachstum hemmt.
Zusammenfassung: Wenn Sie Baumwoll-Unterziehhandschuhe verwenden und Ihre Arbeitshandschuhe konsequent auf links drehen und lüften, haben Sie das Geruchsproblem meist schon gelöst.