Wie lange sollte die ideale Extraktionszeit für einen Espresso dauern?

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Die ideale Extraktionszeit für einen klassischen Espresso liegt üblicherweise zwischen 25 und 30 Sekunden.

Hier sind die wichtigsten Details, die du beachten solltest, um das beste Ergebnis zu erzielen:

1. Wann startet die Zeit?

Die Zeitmessung beginnt in dem Moment, in dem du die Pumpe der Espressomaschine einschaltest (nicht erst, wenn der erste Tropfen in die Tasse fällt). Die ersten Sekunden, in denen noch kein Kaffee fließt, nennt man Präinfusion.

2. Das richtige Verhältnis (Brew Ratio)

Die Zeit allein sagt noch nicht alles aus. Entscheidend ist das Verhältnis von Kaffeemehl zu fertigem Espresso in der Tasse.

  • Standard-Rezept: 1:2 (z. B. 18g Kaffeemehl ergeben 36g flüssigen Espresso).
  • Dieses Zielgewicht (36g) sollte innerhalb der 25 bis 30 Sekunden erreicht werden.

3. Den Geschmack als Kompass nutzen

Die Extraktionszeit ist ein Richtwert. Dein Gaumen entscheidet letztlich:

  • Unterextrahiert (Zeit zu kurz, < 20 Sek.): Der Espresso schmeckt meist sauer, wässrig oder salzig. Er hat wenig Körper.
    • Lösung: Feiner mahlen.
  • Überextrahiert (Zeit zu lang, > 35 Sek.): Der Espresso schmeckt bitter, verbrannt oder adstringierend (pelziges Gefühl auf der Zunge).
    • Lösung: Gröber mahlen.

4. Ausnahmen und moderne Ansätze

In der Welt des Spezialitätenkaffees (Specialty Coffee) gibt es Abweichungen:

  • Helle Röstungen: Diese benötigen oft eine längere Extraktionszeit (bis zu 35 oder 40 Sekunden) oder eine höhere Temperatur, um die komplexen Säuren auszubalancieren.
  • Dunkle Röstungen: Hier zielt man oft eher auf die 25 Sekunden ab, um zu verhindern, dass zu viele Bitterstoffe gelöst werden.

Zusammenfassung für den Start:

Ziele auf 18g Pulver -> 36g Espresso -> 27 Sekunden ab. Wenn es zu sauer ist, mahl feiner (längere Zeit); wenn es zu bitter ist, mahl gröber (kürzere Zeit).

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