Wie lange dauert der natürliche Abbau eines weggeworfenen Kaugummis in der Umwelt?

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Der natürliche Abbau eines herkömmlichen Kaugummis dauert in der Regel etwa 5 Jahre.

Hier sind die wichtigsten Fakten dazu, warum das so lange dauert und was dabei passiert:

1. Woraus besteht Kaugummi?

Moderne Kaugummis bestehen heute meist nicht mehr aus natürlichem Baumsaft (Chicle), sondern aus einer synthetischen Kaumasse. Diese basiert oft auf Kunststoffen (wie Polyisobutylen), die aus Erdöl gewonnen werden – im Grunde ist Kaugummi also eine Art weicher Kunststoff.

2. Warum dauert der Abbau so lange?

Da die Kaumasse synthetisch ist, können Bakterien und Pilze sie nicht einfach zersetzen. Der „Abbau“ geschieht eher durch mechanische Einflüsse:

  • Witterung: Sonne (UV-Strahlung), Regen und Temperaturschwankungen machen den Kaugummi mit der Zeit spröde.
  • Zerfall: Er zerfällt in immer kleinere Teile, verschwindet aber nicht wirklich, sondern bleibt als Mikroplastik in der Umwelt (Boden oder Gewässer) bestehen.

3. Warum ist das ein Problem?

  • Vögel und Tiere: Tiere verwechseln Kaugummis oft mit Nahrung. Das kann zu Verstopfungen im Verdauungstrakt oder zum Verkleben des Schnabels führen.
  • Reinigungskosten: In Städten ist die Entfernung von Kaugummis von Gehwegen extrem teuer und aufwendig (oft nur mit Spezial-Dampfreinigern möglich).
  • Optik: Einmal festgetreten, bleiben die schwarzen Flecken jahrelang auf dem Asphalt sichtbar.

4. Gibt es Alternativen?

Mittlerweile gibt es Hersteller von biologisch abbaubaren Kaugummis. Diese nutzen wieder echtes Chicle (Baumharz) oder andere pflanzliche Stoffe. Diese Kaugummis zersetzen sich deutlich schneller (innerhalb weniger Wochen oder Monate) und hinterlassen kein Mikroplastik.

Fazit: Ein herkömmlicher Kaugummi gehört niemals auf den Boden oder in die Natur, sondern immer in den Restmüll. Nur dort kann er energetisch verwertet (verbrannt) werden, ohne die Umwelt zu belasten.

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