Wie kompakt lassen sich moderne Regencapes für den Transport verstauen?
Moderne Regencapes haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, was das Packmaß und das Gewicht angeht. Wie kompakt ein Cape ist, hängt stark vom Material und dem Einsatzzweck ab.
Hier ist eine Übersicht der gängigen Kategorien:
1. Die „Ultraleicht“-Klasse (Trailrunning & Notfall)
Diese Capes bestehen meist aus extrem dünnem, silikonisiertem Nylon (Silnylon) oder speziellen Membranen.
- Packmaß: Etwa so groß wie ein Apfel oder eine 0,25-Liter-Dose.
- Abmessungen: ca. 10 x 8 x 5 cm.
- Gewicht: 150 bis 250 Gramm.
- Besonderheit: Sie verschwinden problemlos in der Seitentasche eines Rucksacks oder sogar in einer größeren Jackentasche.
2. Die „Outdoor & Trekking“-Klasse (Der Standard)
Diese Modelle sind robuster, um auch das Tragen eines schweren Rucksacks unter dem Cape zu ermöglichen. Sie bestehen meist aus Ripstop-Polyester oder Nylon mit Beschichtung.
- Packmaß: Vergleichbar mit einer 0,33l bis 0,5l Getränkedose.
- Abmessungen: ca. 15 x 10 cm (oft im mitgelieferten oder integrierten Packsack).
- Gewicht: 300 bis 450 Gramm.
- Besonderheit: Das ist das Standardmaß für Wanderer. Sie lassen sich oft in der eigenen Brusttasche verstauen („Stow-away“-Funktion).
3. Die „Fahrrad & Heavy Duty“-Klasse
Diese Capes sind aus dickerem Material, haben oft Sichtfenster an den Seiten der Kapuze, Reflektoren und Schlaufen für die Hände.
- Packmaß: Etwa wie eine 1-Liter-Wasserflasche.
- Abmessungen: ca. 20 x 12 cm.
- Gewicht: 500 bis 800 Gramm.
- Besonderheit: Durch die feste Struktur und zusätzliche Features lassen sie sich weniger stark komprimieren, bieten aber den besten Schutz bei Wind.
4. Einweg-Ponchos (Notfall-Folien)
- Packmaß: Etwas größer als ein Kartenspiel (flach gepresst).
- Gewicht: 50 bis 100 Gramm.
- Nachteil: Sie sind extrem dünn, flattern stark und sind nach einmaliger Benutzung meist reif für die Tonne.
Was macht moderne Capes so kompakt?
- Materialien: Hochwertiges Silnylon oder Pertex ist extrem reißfest, obwohl es so dünn wie Papier ist.
- Integrierte Packtaschen: Viele moderne Capes haben eine integrierte Tasche (oft die Brusttasche). Man krempelt das Cape einfach in sich selbst um. Das spart den separaten Beutel, den man verlieren könnte.
- Verzicht auf Futter: Im Gegensatz zu schweren Regenmänteln haben kompakte Capes kein Innenfutter aus Netz oder Stoff.
Ein Profi-Tipp zum Verstauen:
Wenn das Cape nass ist, sollte man es nicht fest in den Packsack stopfen und dort lassen. Es sollte so schnell wie möglich ausgebreitet und getrocknet werden, da sonst die Beschichtung leiden kann (Hydrolyse) und es anfängt zu riechen.
Fazit: Für die meisten Anwender ist die „Apfel- bis Dosen-Größe“ heute der Standard. Es gibt also kaum noch eine Ausrede, kein Regen-Backup im Rucksack dabei zu haben.