Welches Werkzeug wird zum fachgerechten Einbringen von Fugenmörtel benötigt?

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Das fachgerechte Einbringen von Fugenmörtel (insbesondere bei Fliesen) erfordert eine Reihe von speziellen Werkzeugen, um ein sauberes, haltbares und optisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Hier ist die Liste der wichtigsten Werkzeuge, unterteilt in die verschiedenen Arbeitsschritte:

1. Zum Anmischen

  • Mörteleimer: Ein sauberer Kunststoff-Eimer zum Anrühren des Mörtels.
  • Rührwerk oder Bohrmaschine mit Rührquirl: Um den Mörtel klumpenfrei und homogen zu vermischen. (Bei kleinen Mengen reicht oft eine Maurerkelle).
  • Messbecher: Um das vom Hersteller angegebene Mischverhältnis von Wasser und Pulver exakt einzuhalten.

2. Zum Einbringen (Verfugen)

  • Fugenbrett (Fugenscheibe): Ein Brett mit einem Gummibelag. Dies ist das Hauptwerkzeug, um den Mörtel diagonal in die Fugen zu drücken.
  • Fugengummi / Fugenflipper: Ein einfacher Gummistreifen mit Holzgriff, besonders nützlich in engen Ecken oder bei Wandfliesen.
  • Maurerkelle: Um den fertigen Mörtel aus dem Eimer auf das Fugenbrett zu befördern.

3. Zum Reinigen (Waschen) – Entscheidend für das Finish

  • Waschboy (Fliesenwaschset): Ein spezieller Eimer mit Rollenaufsatz zum Auspressen des Schwammbretts. Das ist der Profi-Standard.
  • Schwammbrett (Hydro-Schwammbrett): Ein Brett mit einem saugstarken Schwammbelag, um den überschüssigen Mörtel von den Fliesen zu waschen und die Fugen zu glätten.
  • Fliesenschwamm (Hydro-Schwamm): Ein loser Schwamm für schwer zugängliche Stellen oder zum Nacharbeiten.

4. Für die Nachbearbeitung

  • Mikrofasertuch oder weicher Lappen: Um nach dem Trocknen den letzten „Zementschleier“ von den Fliesen wegpolieren zu können.
  • Fugenkratzer / Fugenauskratzer: Falls vor dem Verfugen noch Kleberreste aus den Fugen entfernt werden müssen (wichtig für eine gleichmäßige Fugentiefe).

5. Arbeitsschutz

  • Gummihandschuhe: Fugenmörtel ist alkalisch und kann die Haut stark austrocknen oder reizen („Maurerbeize“).
  • Knieschoner: Da Verfugen oft stundenlange Arbeit auf dem Boden bedeutet.

Profi-Tipp für den Ablauf:

  1. Vorbereiten: Fugen müssen sauber und gleichmäßig tief sein.
  2. Einbringen: Den Mörtel mit dem Fugenbrett diagonal zum Fugenverlauf fest eindrücken.
  3. Anziehen lassen: Warten, bis der Mörtel in der Fuge matt wird (Fingertest: er darf nicht mehr schmieren).
  4. Waschen: Mit dem Waschboy und dem leicht feuchten (nicht nassen!) Schwammbrett den Überschuss abwaschen.
  5. Polieren: Nach vollständiger Trocknung den Schleier mit einem trockenen Tuch entfernen.

Hinweis: Wenn es sich um Dichtstoffe (Silikon/Acryl) für Dehnungsfugen handelt, benötigen Sie stattdessen eine Auspresspistole (Kartuschenpresse) und Fugenabzieher (Gummispachtel).