Welche Zutaten werden typischerweise für die Panade verwendet?
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Für eine klassische Panade (wie man sie zum Beispiel vom Wiener Schnitzel kennt) verwendet man die sogenannte „Panierstraße“, die aus drei Hauptkomponenten besteht:
1. Mehl (Die Basis)
- Zutat: Meist helles Weizenmehl (Type 405).
- Funktion: Das Mehl bindet die Feuchtigkeit an der Oberfläche des Garguts (Fleisch, Fisch, Gemüse) und sorgt dafür, dass das Ei besser haftet.
2. Ei (Das Bindemittel)
- Zutat: Frische Eier, die mit einer Gabel verquirlt werden.
- Tipps zur Verfeinerung: Oft gibt man einen Schluck Sahne, Milch oder einen Teelöffel Öl hinzu, damit die Panade geschmeidiger wird und sich beim Braten schöner vom Fleisch abhebt (das sogenannte „Soufflieren“).
- Gewürze: Hier werden meist Salz und Pfeffer hinzugefügt. Manche geben auch eine Prise Paprikapulver hinein.
3. Paniermehl / Semmelbrösel (Die Kruste)
- Zutat: Klassische Semmelbrösel (aus getrockneten, geriebenen Brötchen).
- Varianten:
- Panko: Japanische Brotkrumen (gröber und luftiger, für extra viel Knusprigkeit).
- Brezelbrösel: Aus getrockneten Laugenbrezeln (würzig).
- Cornflakes: Ungesüßt und zerbröselt (extrem knusprig).
- Nüsse/Kerne: Gemahlene Haselnüsse, Mandeln oder Sesam (für eine nussige Note).
- Parmesan: Geriebener Käse unter die Brösel gemischt (italienische Art, z. B. Piccata Milanese).
Die typische Reihenfolge (Panierstraße):
- Würzen: Das Fleisch/Gemüse zuerst salzen und pfeffern.
- Mehlieren: Im Mehl wenden und überschüssiges Mehl leicht abklopfen.
- Durch das Ei ziehen: Sicherstellen, dass alles benetzt ist.
- In Bröseln wenden: Die Brösel nicht fest andrücken, damit die Panade locker bleibt und beim Braten schön aufgehen kann.
Besondere Zusätze für mehr Geschmack:
- Senf: Das Fleisch vor dem Mehlieren dünn mit Senf bestreichen.
- Kräuter: Gehackte Petersilie oder Thymian direkt in die Semmelbrösel mischen.
- Zitronenabrieb: Etwas frische Zitronenschale in der Panade sorgt für Frische.