Welche Vitamine und Nährstoffe bleiben beim Kochen von Rahmspinat erhalten?

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Beim Kochen von Rahmspinat – egal ob selbst zubereitet oder als Tiefkühlprodukt – verändert sich die Nährstoffzusammensetzung. Während hitzeempfindliche Vitamine verloren gehen, bleiben andere stabil oder werden für den Körper sogar besser verfügbar.

Hier ist eine Übersicht, welche Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben und was beim Kochen passiert:

1. Diese Nährstoffe bleiben weitgehend erhalten:

  • Vitamin K: Dieses Vitamin ist sehr hitzestabil. Spinat ist eine der besten Quellen für Vitamin K (wichtig für die Blutgerinnung und die Knochen). Es übersteht das Kochen fast schadlos.
  • Vitamin A (Beta-Carotin): Beta-Carotin ist recht stabil gegenüber Hitze. Tatsächlich kann der Körper das Beta-Carotin aus gekochtem Spinat oft besser aufnehmen als aus rohem, da die Zellwände durch das Erhitzen aufgebrochen werden.
  • Mineralstoffe (Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium): Mineralien sind anorganisch und werden durch Hitze nicht zerstört.
    • Wichtig: Da Rahmspinat eine cremige Konsistenz hat und die Flüssigkeit nicht abgegossen wird (wie beim Blanchieren von Blattspinat), bleiben die Mineralstoffe im Gericht erhalten und landen nicht im Abfluss.
  • Ballaststoffe: Die für die Verdauung wichtigen Fasern bleiben auch nach dem Kochen intakt.

2. Diese Nährstoffe gehen teilweise verloren:

  • Vitamin C: Es ist sehr hitze- und lichtempfindlich. Beim Kochen gehen etwa 30 % bis 50 % des Vitamin C verloren.
  • Folsäure (Vitamin B9): Auch dieses Vitamin reagiert empfindlich auf Hitze. Ein Teil der Folsäure wird beim Erhitzen zerstört.

3. Der "Rahm-Vorteil" (Bioverfügbarkeit)

Der Zusatz von Sahne oder Fett (Rahm) im Spinat ist ernährungsphysiologisch sinnvoll:

  • Fettlösliche Vitamine: Die Vitamine A, D, E und K benötigen Fett, um vom Darm aufgenommen zu werden. Das Fett im Rahmspinat verbessert also die Aufnahme von Vitamin A und K erheblich.
  • Oxalsäure-Neutralisierung: Spinat enthält Oxalsäure, die die Aufnahme von Calcium und Eisen hemmen kann. Das Calcium im Rahm (Sahne/Milch) bindet einen Teil der Oxalsäure bereits im Topf, was den Spinat für manche Menschen bekömmlicher macht und die Zähne schont (verringert das "stumpfe" Gefühl).

4. Tiefkühl-Rahmspinat vs. Frischer Spinat

Interessanterweise ist Tiefkühl-Rahmspinat oft nährstoffreicher als frischer Spinat, der schon einige Tage im Supermarkt oder Kühlschrank liegt.

  • Frischer Spinat verliert bei Zimmertemperatur bereits nach zwei Tagen fast 80 % seines Vitamin C.
  • TK-Spinat wird direkt nach der Ernte blanchiert und schockgefrostet, wodurch die Vitamine konserviert werden.

Zusammenfassung: Was bleibt übrig?

In einer Portion Rahmspinat stecken auch nach dem Kochen noch beachtliche Mengen an Vitamin K, Vitamin A und wertvollen Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium. Der Verlust von Vitamin C und Folsäure wird dadurch kompensiert, dass man gekochten Spinat meist in größeren Mengen isst als rohen Spinat (da er stark zusammenfällt).

Tipp: Um die Vitamine optimal zu schonen, sollte Rahmspinat nur kurz erhitzt und nicht lange warmgehalten oder mehrfach aufgekocht werden.