Welche verschiedenen Glasuren oder Bestäubungen sind für Berliner üblich?

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Bei Berlinern (je nach Region auch Krapfen, Pfannkuchen oder Kreppel genannt) gibt es eine Vielzahl an klassischen und modernen Varianten für die Oberfläche. Die Wahl der Glasur oder Bestäubung hängt oft von der Füllung und dem regionalen Brauch ab.

Hier sind die üblichsten Varianten:

1. Bestäubungen (Klassisch)

  • Puderzucker: Der absolute Klassiker. Der Berliner wird nach dem Backen und Abkühlen dick mit feinem Puderzucker bestäubt. Er wirkt dadurch elegant und nicht zu süß beim ersten Biss.
  • Kristallzucker (Feinzucker): Die Berliner werden direkt nach dem Ausbacken (wenn sie noch heiß und fettig sind) in feinem Kristallzucker gewälzt. Dies gibt einen schönen "Crunch" und ist besonders bei hausgemachten oder Jahrmarkt-Krapfen beliebt.
  • Zimt-Zucker: Eine Variante des Kristallzuckers, die oft bei Apfelfüllungen oder in der Herbstzeit verwendet wird.

2. Glasuren (Zuckerbasis)

  • Zuckerguss (Fondant): Eine glatte, feste Glasur aus Puderzucker und Wasser (oder Zitronensaft). Sie versiegelt das Gebäck und hält es länger frisch.
    • Weiß: Der Standard für viele klassische Füllungen.
    • Rosa/Rot: Wird oft verwendet, um eine rote Füllung (wie Himbeere oder Erdbeere) zu signalisieren.
    • Zitronenguss: Eine leicht säuerliche, transparente oder weiße Glasur, die einen frischen Kontrast zum süßen Teig bildet.
  • Rum-Glasur: Hier wird der Puderzucker mit echtem Rum oder Rumaroma angerührt – ein Klassiker zur Karnevalszeit.

3. Schokoladenüberzüge

Schokolade wird meistens für Berliner mit speziellen "cremigen" Füllungen verwendet:

  • Zartbitter- oder Vollmilchschokolade: Häufig bei Füllungen wie Eierlikör, Schokocreme oder Nougat.
  • Weiße Schokolade: Oft kombiniert mit Fruchtfüllungen oder Vanillecreme.
  • Fettglasur (Kakaohaltig): In vielen Bäckereien die Standard-Schokovariante, da sie nicht so schnell bricht wie reine Kuvertüre.

4. Dekorative Bestrahlungen (Toppings)

Über der Glasur finden sich oft noch zusätzliche Dekorationen, die meist auf die Füllung hinweisen:

  • Zuckerstreusel / Liebesperlen: Bunte Streusel sind besonders zur Faschingszeit oder für Kinder beliebt.
  • Gehobelte Mandeln oder Krokant: Oft auf Berlinern mit Sahne- oder Eierlikörfüllung zu finden.
  • Schokostreusel: Passend zur Schokoladenglasur oder Nougatfüllung.
  • Gefriergetrocknete Früchte: Moderne Variante, z. B. Himbeerstückchen auf rosa Glasur.

5. Spezialformen

  • Spritztüten-Deko: Ein kleiner Klecks der Füllung (z. B. gelbe Eierlikörcreme oder rote Marmelade) wird oft oben auf das Loch gesetzt, durch das der Berliner gefüllt wurde, um den Inhalt zu kennzeichnen.
  • Der "Scherz-Berliner": Äußerlich nicht von einem normalen Puderzucker-Berliner zu unterscheiden, ist er jedoch mit Senf gefüllt – ein traditioneller Streich zu Silvester oder Karneval.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Im Norden und Westen Deutschlands dominiert oft der Zuckerguss oder Puderzucker, während im süddeutschen Raum (beim "Krapfen") der feine Kristallzucker oder Puderzucker sehr traditionell ist. Die glänzenden Glasuren sind heute jedoch überall Standard im Bäckerhandwerk.

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