Welche verschiedenen Fettgehaltsstufen gibt es bei Naturjoghurt?

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Bei Naturjoghurt wird der Fettgehalt in Deutschland durch die Milcherzeugnisverordnung geregelt. Man unterscheidet im Wesentlichen vier klassische Stufen, die sich nach dem Fettanteil der verwendeten Milch richten:

1. Magermilchjoghurt (entfettet)

  • Fettgehalt: maximal 0,5 %
  • Eigenschaften: Er ist sehr kalorienarm, hat aber eine eher flüssige oder weniger cremige Konsistenz. Da Fett ein Geschmacksträger ist, schmeckt er oft säuerlicher.

2. Fettarmer Joghurt

  • Fettgehalt: zwischen 1,5 % und 1,8 %
  • Eigenschaften: Ein guter Kompromiss für Kalorienbewusste. Er ist etwas cremiger als Magermilchjoghurt, aber immer noch deutlich leichter als Vollmilchprodukte.

3. Joghurt (aus Vollmilch)

  • Fettgehalt: mindestens 3,5 % (meist 3,5 % oder 3,8 %)
  • Eigenschaften: Dies ist der "klassische" Naturjoghurt. Er ist vollmundig, cremig und hat ein ausgewogenes Aroma.

4. Sahnejoghurt

  • Fettgehalt: mindestens 10 %
  • Eigenschaften: Hier wird der Milch Sahne zugesetzt. Er ist extrem cremig und mild, hat aber auch den höchsten Kalorienanteil. Er wird oft als Dessertjoghurt verwendet.

Sondersorten und Variationen

Neben diesen Standardstufen gibt es noch spezielle Varianten, die oft im Supermarkt zu finden sind:

  • Joghurt griechischer Art: Dieser hat traditionell einen hohen Fettgehalt (meist 10 %), da bei der Herstellung Molke entzogen wird. Dadurch wird er besonders fest und cremig. Es gibt ihn mittlerweile aber auch in fettreduzierten Varianten.
  • Skyr: Rein rechtlich gesehen ein Frischkäse, wird aber wie Joghurt gegessen. Er hat einen sehr geringen Fettgehalt (< 0,5 %) bei gleichzeitig sehr hohem Proteingehalt und einer festen Konsistenz.
  • Schaf- und Ziegenjoghurt: Diese haben von Natur aus meist einen Fettgehalt zwischen 4 % und 6 %, sofern sie nicht entfettet wurden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je höher der Fettgehalt, desto cremiger und milder ist der Joghurt, da Fett die Säure der Milchsäurebakterien abmildert.

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