Welche verschiedenen Arten von Haarbürsten gibt es?
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Die Wahl der richtigen Haarbürste hängt stark von deinem Haartyp (lockig, glatt, dick, fein) und deinem gewünschten Styling-Ergebnis ab. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Bürstenarten und wofür sie am besten geeignet sind:
1. Die Paddelbürste (Paddle Brush)
- Aussehen: Groß, flach und meist rechteckig oder oval mit einer breiten Bürstenfläche.
- Gut für: Langes, glattes Haar.
- Funktion: Sie eignet sich hervorragend zum Entwirren und Glätten. Durch die große Fläche lassen sich die Haare schnell und schonend bürsten. Sie ist jedoch nicht für Volumen oder Locken gedacht.
2. Die Rundbürste (Round Brush)
- Aussehen: Zylindrisch geformt, in verschiedenen Durchmessern erhältlich.
- Gut für: Föhnen, Volumen und Wellen.
- Funktion:
- Kleine Rundbürsten: Für kurzes Haar oder um Locken zu erzeugen.
- Große Rundbürsten: Für langes Haar, um Volumen am Ansatz oder große Wellen zu kreieren.
- Thermobürsten: Haben einen Metall- oder Keramikkern, der Wärme speichert und das Styling beschleunigt.
3. Die Skelettbürste (Vent Brush)
- Aussehen: Hat weite Schlitze oder Öffnungen im Bürstenkörper.
- Gut für: Kurzes bis mittellanges Haar und schnelles Trocknen.
- Funktion: Die Luft des Föhns kann direkt durch die Bürste an das Haar gelangen, was die Trocknungszeit verkürzt. Ideal für lockeres Styling mit Stand am Ansatz.
4. Die Entwirrbürste (Detangler, z. B. Tangle Teezer)
- Aussehen: Oft handflächengroß, ohne Griff, mit flexiblen Kunststoffborsten in unterschiedlichen Längen.
- Gut für: Alle Haartypen, besonders bei Knoten und nassem Haar.
- Funktion: Die flexiblen Borsten geben nach, anstatt am Haar zu reißen. Das minimiert Haarbruch und Schmerzen beim Entwirren.
5. Die Wildschweinborstenbürste (Naturborsten)
- Aussehen: Bürste mit dichten, meist braun-schwarzen Naturborsten.
- Gut für: Feines Haar und für Glanz.
- Funktion: Naturborsten verteilen das natürliche Fett (Talg) von der Kopfhaut bis in die Spitzen. Das pflegt das Haar natürlich und sorgt für einen schönen Glanz.
6. Die Toupierbürste
- Aussehen: Sehr schmal, oft mit drei Reihen Borsten und einem spitzen Stiel (zum Abteilen der Haare).
- Gut für: Volumen-Stylings und Hochsteckfrisuren.
- Funktion: Damit werden die Haare gegen die Wuchsrichtung geschoben, um Volumen am Ansatz zu erzeugen.
7. Die Stylingbürste (z. B. Denman-Bürste)
- Aussehen: Halbrunder Gummikörper mit versetzt angeordneten Nylonstiften.
- Gut für: Locken-Definition und präzises Styling.
- Funktion: Sie ist ein Klassiker bei Naturlocken ("Curly Girl Method"), um Lockenbündel zu definieren, wenn das Haar nass ist.
8. Die Massagebürste / Kopfhautbürste
- Aussehen: Meist rund, aus Silikon, mit dicken, weichen Noppen.
- Gut für: Die Haarwäsche.
- Funktion: Sie dient zur Massage der Kopfhaut beim Shampoonieren. Das fördert die Durchblutung und hilft, Rückstände gründlicher zu entfernen.
Kurzer Ratgeber: Welche Bürste für wen?
- Dünnes/Feines Haar: Wildschweinborsten (schonend, verleiht Glanz).
- Dickes Haar: Paddelbürste mit festen Nylonstiften (kommt besser durch das Haar).
- Lockiges Haar: Grobzinkiger Kamm oder Entwirrbürste (nur im nassen Zustand!), Stylingbürste zur Definition.
- Viel Volumen gewünscht: Große Rundbürste beim Föhnen.
- Schnelles Trocknen: Skelettbürste.
Tipp: Achte beim Kauf auf abgerundete Borstenköpfe (Noppen), damit die Kopfhaut nicht zerkratzt wird!