Welche verschiedenen Arten von Elektroherden gibt es?
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Bei Elektroherden unterscheidet man primär nach der Art des Kochfeldes (wie die Hitze erzeugt wird) und nach der Bauform (wie der Herd in die Küche integriert wird).
Hier ist eine Übersicht der gängigsten Typen:
1. Einteilung nach Kochfeld-Technologie
Dies ist der wichtigste Unterschied, da er direkten Einfluss auf das Kochen und den Energieverbrauch hat.
- Massekochfeld (Gusseisen-Kochplatten):
- Funktion: Die klassischen, schwarzen, erhobenen Platten aus Gusseisen. Darunter liegen Heizwiderstände.
- Vorteile: Sehr robust, in der Anschaffung am günstigsten.
- Nachteile: Hoher Energieverbrauch, lange Aufheiz- und Abkühlzeit (schlechte Regulierung), schwer zu reinigen, da Eingebranntes kaum entfernt werden kann.
- Glaskeramik-Kochfeld (oft „Ceran“ genannt):
- Funktion: Unter einer glatten Glasoberfläche liegen elektrische Heizspiralen, die per Infrarotstrahlung die Platte und dann den Topf erhitzen.
- Vorteile: Glatte Oberfläche (leicht zu reinigen), sieht modern aus, preislich im Mittelfeld, funktioniert mit allen Töpfen.
- Nachteile: Die Platte wird sehr heiß (Verbrennungsgefahr), braucht länger zum Abkühlen als Induktion, Energieverlust durch Abstrahlung.
- Induktionskochfeld:
- Funktion: Unter der Glaskeramik erzeugen Kupferspulen ein magnetisches Wechselfeld. Dieses erzeugt die Hitze direkt im Boden des Kochgeschirrs.
- Vorteile: Extrem schnell (wie Gas), sehr sicher (Platte selbst wird kaum heiß), sehr energiesparend, präzise Steuerung.
- Nachteile: Teurer in der Anschaffung, benötigt spezielles magnetisches Kochgeschirr, kann leise Summgeräusche verursachen.
2. Einteilung nach Bauform und Installation
Je nachdem, wie Ihre Küche geplant ist, kommen verschiedene Modelle infrage:
- Standherd (Freistehend):
- Ein komplettes Gerät bestehend aus Kochfeld und Backofen. Er wird einfach in eine Lücke in der Küchenzeile geschoben.
- Vorteil: Flexibel aufstellbar, beim Umzug leicht mitzunehmen.
- Einbauherd (Herdgesteuert):
- Der Backofen wird unter die Arbeitsplatte eingebaut. Das Kochfeld ist über Kabel direkt mit dem Backofen verbunden. Die Bedienknöpfe für das Kochfeld befinden sich an der Front des Backofens.
- Autarkes Kochfeld & autarker Backofen:
- Beide Geräte arbeiten unabhängig voneinander. Das Kochfeld hat eigene Bedienelemente (meist Touch auf dem Glas).
- Vorteil: Man kann das Kochfeld auf der Arbeitsplatte platzieren und den Backofen rückenfreundlich in Augenhöhe in einen Hochschrank einbauen.
3. Spezialformen
- Doppel- oder Einzelkochplatten: Mobile Geräte für kleine Wohnungen, Camping oder Büros.
- Glaskeramik mit Halogen-Heizkörpern: Eine ältere Variante des Ceranfeldes, bei der Halogenlampen die Hitze erzeugen. Sie leuchten sehr hell und werden schneller heiß als Standard-Heizspiralen (heute seltener).
- Tischlösungen mit integriertem Dunstabzug (Muldenlüftung): Vor allem bei modernen Induktionsfeldern beliebt, bei denen der Dunstabzug direkt in die Mitte des Kochfeldes eingebaut ist.
Zusammenfassung: Welcher ist der richtige?
- Preisbewusste/Wenig-Kocher: Glaskeramik (Ceran).
- Ambitionierte Köche/Sicherheit/Energieeffizienz: Induktion.
- Minimalisten/Gartenhaus: Massekochfeld (Gusseisen).
- Design-Liebhaber: Autarkes Induktionsfeld mit Muldenlüftung.