Welche verschiedenen Arten von Duschköpfen gibt es?
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Es gibt heute eine beeindruckende Vielfalt an Duschköpfen, die sich in Design, Strahlart, Montage und Zusatzfunktionen unterscheiden. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Arten:
1. Nach Montage und Bauform
- Handbrause: Der Klassiker. Er ist über einen Schlauch mit der Armatur verbunden und kann in eine Halterung gesteckt oder in der Hand gehalten werden. Flexibel für die Körperreinigung oder zum Haarewaschen.
- Kopfbrause (fest montiert): Diese ist fest an der Wand oder an der Decke installiert. Man steht direkt darunter. Oft sind diese Modelle größer als Handbrausen.
- Regendusche (Rainshower): Eine spezielle Form der Kopfbrause. Sie ist meist sehr großflächig (rund oder quadratisch) und lässt das Wasser mit wenig Druck sanft herabfallen, um das Gefühl eines warmen Sommerregens zu imitieren.
- Seitenbrausen (Körperdüsen): Diese werden meist paarweise in der Wand der Duschkabine installiert. Sie massieren den Körper von der Seite (Rücken, Hüfte, Beine).
2. Nach Funktionalität und Technik
- Spar-Duschköpfe (Eco-Brausen): Diese reduzieren den Wasserdurchfluss (oft von 15 Liter/Minute auf 6–9 Liter). Häufig wird Luft beigemischt, damit der Strahl trotzdem kräftig wirkt. Das spart Wasser und Energiekosten für Warmwasser.
- Massage-Duschköpfe: Sie verfügen über verstellbare Düsen. Neben dem normalen Strahl bieten sie pulsierende oder gebündelte Strahlen, die Verspannungen lockern können.
- LED-Duschköpfe: Eingebaute LEDs leuchten beim Duschen. Oft ändert sich die Farbe je nach Wassertemperatur (z. B. Blau für kalt, Rot für heiß) – meist betrieben durch eine kleine Turbine im Inneren (keine Batterien nötig).
- Duschköpfe mit Filter: Diese enthalten im Griff oft Mineralsteine (wie Ton- oder Turmalinkugeln) oder Aktivkohlefilter. Sie sollen Kalk filtern, das Wasser enthärten und Schadstoffe wie Chlor reduzieren.
- Hochdruck-Duschköpfe: Speziell für Haushalte mit niedrigem Wasserdruck entwickelt. Durch sehr feine Düsen wird der vorhandene Druck optimiert.
3. Komplettsysteme
- Duschsysteme / Duschsäulen: Eine Kombination aus einer großen Überkopfbrause und einer Handbrause, die über eine gemeinsame Stange und einen Umsteller verbunden sind.
- Duschpaneele: Eine flache Einheit, die an die Wand montiert wird und Kopfbrause, Handbrause sowie oft integrierte Massagedüsen und die Armatur in einem Gehäuse vereint.
4. Materialien und Design
- Kunststoff (verchromt): Am weitesten verbreitet, leicht und günstig.
- Edelstahl: Sehr langlebig, hygienisch und wirkt hochwertig.
- Messing (verchromt oder matt): Sehr robust und schwer, oft bei Design-Armaturen zu finden.
- Formen: Rund (klassisch), quadratisch oder rechteckig (modern/minimalistisch).
Worauf sollte man beim Kauf achten?
- Antikalk-Düsen: Achten Sie auf Silikon-Noppen an den Austrittslöchern. Hier lässt sich Kalk einfach mit dem Finger wegrubbeln.
- Strahlarten: Viele Handbrausen bieten per Knopfdruck oder Drehung verschiedene Modi (Regen, Jet, Mix, Massage).
- Anschluss: In Europa ist das Gewinde G 1/2 Zoll Standard – das passt fast immer auf jeden Duschschlauch.
- Wasserdruck: Wenn Sie einen Durchlauferhitzer haben, sollten Sie darauf achten, dass der Duschkopf dafür geeignet ist (viele Eco-Modelle funktionieren hier problemlos, extrem sparsame könnten jedoch Probleme beim Zünden des Geräts machen).