Welche verschiedenen Arten von Aufschnittmaschinen gibt es?
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Aufschnittmaschinen (auch Allesschneider genannt) lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen: nach der Bauweise, dem Antrieb, dem Verwendungszweck und dem Mechanismus.
Hier ist eine Übersicht der gängigsten Arten:
1. Einteilung nach der Bauweise (Anordnung des Messers)
Dies ist die wichtigste technische Unterscheidung für die Handhabung:
- Schrägschneider (Schwerkraftschneider):
- Funktion: Der Schlitten und das Messer sind geneigt (meist um 25 bis 45 Grad).
- Vorteil: Das Schnittgut rutscht durch die Schwerkraft von selbst gegen das Messer. Man muss weniger Kraft aufwenden.
- Einsatz: Ideal für Wurst, Käse und Fleisch in Metzgereien oder der Gastronomie.
- Senkrechtschneider:
- Funktion: Das Messer steht senkrecht (90 Grad zur Platte).
- Vorteil: Man hat mehr Kontrolle über das Schnittgut. Sie eignen sich besonders gut für sehr große Stücke oder sehr dünne, empfindliche Scheiben (z. B. Carpaccio oder großer Schinken).
- Einsatz: Profi-Bereich, Feinkostläden.
2. Einteilung nach dem Antrieb
- Elektrische Aufschnittmaschinen:
- Der Standard heute. Ein Motor treibt das Messer an. Es gibt sie als kompakte Haushaltsgeräte oder als leistungsstarke Drehstrom-Maschinen für die Industrie.
- Manuelle Schwungradmaschinen (Retro-Design):
- Diese Maschinen werden per Hand über ein großes Schwungrad betrieben.
- Besonderheit: Sie sind oft sehr teuer und ästhetisch (z. B. die berühmten roten Berkel-Maschinen). Da sie ohne Motor laufen, entsteht keine Hitze am Messer, was das Aroma von edlem Schinken (wie Parma oder Serrano) schont.
3. Einteilung nach dem Grad der Automatisierung
- Manuelle Führung: Der Benutzer schiebt den Schlitten mit der Hand hin und her.
- Halbautomatische Maschinen: Das Messer dreht sich elektrisch, aber der Schlitten wird noch manuell bewegt.
- Vollautomatische Maschinen: Die Maschine schiebt den Schlitten selbstständig und stapelt die Scheiben oft sogar direkt auf (fächern oder legen). Dies findet man vor allem an der Frischetheke im Supermarkt oder in der Industrie.
4. Einteilung nach dem Messer-Typ
Das Messer bestimmt, was geschnitten werden kann:
- Wellenschliff-Messer: Ideal für Brot (harte Kruste) und Gemüse.
- Glattschliff-Messer: Perfekt für hauchdünne Scheiben bei Wurst, Schinken und Käse.
- Teflon-beschichtete Messer: Speziell für Käse, damit die Scheiben nicht am Messer kleben bleiben.
5. Einteilung nach Einsatzbereich
- Haushaltsmaschinen (Allesschneider): Oft aus Kunststoff oder leichtem Metall, klappbar oder fest montiert, meist mit Wellenschliff für Brot.
- Gewerbemaschinen: Aus robustem Gehäuse (meist eloxiertes Aluminium), dauerlauffest, leicht zu reinigen und mit hohen Sicherheitsstandards (Messerschutz).
- Industriemaschinen (Slicer): Riesige Anlagen in der Lebensmittelproduktion, die hunderte Scheiben pro Minute schneiden und direkt verpacken.
Zusammenfassung: Welche Maschine für wen?
- Für die Küche zu Hause: Ein klassischer Allesschneider (meist Schrägschneider) mit Wellenschliffmesser für Brot und Wurst.
- Für den Hobby-Metzger/Feinschmecker: Ein Schrägschneider mit Glattschliffmesser aus Vollmetall.
- Für Gastronomie/Metzgerei: Professionelle elektrische Schräg- oder Senkrechtschneider mit großen Messerdurchmessern (250mm bis 350mm).
- Für das Auge/Luxus: Eine Schwungradmaschine.