Welche verschiedenen Arten von Massagegeräten gibt es auf dem Markt?
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Der Markt für Massagegeräte ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Man unterscheidet sie meist nach der Massagetechnik (z. B. Klopfen, Kneten, Vibration) oder dem Körperbereich, für den sie bestimmt sind.
Hier ist eine Übersicht der gängigsten Arten von Massagegeräten:
1. Massagepistolen (Percussion Massager)
Dies ist derzeit eines der beliebtesten Geräte, besonders bei Sportlern.
- Funktionsweise: Schnelle, kraftvolle Stöße (Perkussion), die tief in das Muskelgewebe eindringen.
- Ziel: Lösen von Triggerpunkten, Förderung der Durchblutung und schnellere Regeneration nach dem Sport.
- Vorteil: Sehr gezielte Anwendung durch verschiedene Aufsätze.
2. Nacken- und Schultermassagegeräte (Shiatsu-Gurte)
Diese Geräte sehen oft aus wie ein U-förmiger Kragen mit Schlaufen für die Hände.
- Funktionsweise: Rotierende Massageköpfe imitieren die Shiatsu-Technik (Kneten).
- Ziel: Lockerung von Verspannungen im Nacken, Trapezmuskel und oberen Rücken.
- Vorteil: Man kann den Druck oft selbst regulieren, indem man an den Handschlaufen zieht. Meist mit Wärmefunktion.
3. Massagesessel und Sitzauflagen
- Massagesessel: Große, teure Möbelstücke, die den ganzen Körper (vom Nacken bis zu den Waden) massieren können.
- Sitzauflagen: Werden auf einen normalen Stuhl oder Autositz gelegt. Sie nutzen meist Rollen, die die Wirbelsäule entlangfahren.
- Ziel: Ganzkörperentspannung und Stressabbau zu Hause.
4. Fußmassagegeräte
Hier gibt es zwei Hauptkategorien:
- Trockenmassage-Geräte: Die Füße werden in Öffnungen gesteckt, wo sie durch Luftdruck (Kompression) und Rollen massiert werden.
- Fußsprudelbäder: Kombination aus Wasser, Vibration und Luftblasen.
- Ziel: Entspannung müder Füße, Anregung der Fußreflexzonen.
5. Faszienrollen und Vibrationsrollen
- Klassische Faszienrollen (Blackroll): Man nutzt das eigene Körpergewicht zur Selbstmassage des Bindegewebes.
- Vibrationsrollen: Eine Weiterentwicklung mit eingebautem Motor, der Vibrationen abgibt, um die Muskulatur zusätzlich zu lockern.
- Ziel: Lösen von Verklebungen in den Faszien.
6. Handmassagegeräte (Infrarot-Massagegeräte)
Dies sind meist längliche Geräte mit einem Griff.
- Funktionsweise: Sie arbeiten oft mit Klopfmassage und zuschaltbarem Infrarotlicht (Wärme).
- Ziel: Flexibler Einsatz am ganzen Körper (Rücken, Beine, Arme).
7. Gesichtsmassagegeräte
- Jade-Roller/Gua Sha: Manuelle Werkzeuge aus Stein zur Förderung der Lymphdrainage.
- Elektrische Schall-Geräte: Bürsten oder vibrierende Köpfe, die die Durchblutung der Gesichtshaut fördern sollen.
- Ziel: Reduzierung von Schwellungen und bessere Aufnahme von Pflegeprodukten.
8. Kopfmassagegeräte
- Manuelle "Spinne": Ein Drahtgestell, das Gänsehaut verursacht und die Durchblutung der Kopfhaut fördert.
- Elektrische Kopfmassagespinnen: Diese rotieren oder vibrieren zusätzlich.
- Ziel: Stressabbau und Linderung von Spannungskopfschmerzen.
9. Kompressionsstiefel (Recovery Boots)
- Funktionsweise: Luftkammern füllen sich nacheinander mit Luft und üben Druck auf die Beine aus.
- Ziel: Förderung des Lymphflusses und Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten (Laktat). Beliebt im Profisport.
10. Augenmassagegeräte
- Funktionsweise: Eine Art Brille, die mit Luftdruck, Vibration und Wärme arbeitet.
- Ziel: Entspannung bei Überanstrengung der Augen (z. B. nach langer Bildschirmarbeit) und Hilfe bei Einschlafproblemen.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
- Intensitätsstufen: Ist das Gerät verstellbar? (Was für den einen angenehm ist, ist für den anderen zu fest).
- Wärmefunktion: Wärme hilft enorm dabei, die Muskulatur schneller zu lockern.
- Akkulaufzeit vs. Kabel: Kabellose Geräte sind flexibler, aber oft schwerer durch den Akku.
- Lautstärke: Besonders bei Massagepistolen kann das Geräusch störend sein, wenn man dabei fernsehen möchte.