Welche Schäden richten Haargummis mit Metallschließen am Haar an?
Haargummis mit Metallschließen gelten unter Friseuren und Experten oft als „Haarkiller“. Obwohl sie günstig und weit verbreitet sind, können sie die Haarstruktur massiv schädigen.
Hier sind die spezifischen Schäden, die sie verursachen:
1. Mechanischer Haarbruch
Das Metallstück ist meistens die schwächste Stelle des Haargummis, aber die härteste für das Haar. Da das Metall unnachgiebig ist und oft scharfe Kanten hat, reibt es bei jeder Bewegung direkt an der Haarstruktur. Dies führt dazu, dass die Haare genau an der Stelle, an der das Metall sitzt, spröde werden und schließlich abbrechen.
2. Aufrauen der Schuppenschicht
Die Oberfläche des Haares besteht aus einer feinen Schuppenschicht (Cuticula). Das Metallstück reibt diese Schicht auf. Einmal aufgeraut, verliert das Haar an Glanz, wird anfälliger für äußere Einflüsse und verheddert sich schneller.
3. Verfangen und Ausreißen
Haare verfangen sich sehr leicht in den kleinen Lücken zwischen dem Metall und dem elastischen Band oder in den Schweißnähten des Metalls. Beim Versuch, das Haargummi zu entfernen, zieht man diese verfangenen Haare oft samt Wurzel aus oder reißt sie gewaltsam ab.
4. Quetschungen der Haarstruktur
Wenn man den Zopf sehr fest bindet, drückt das Metall punktuell mit hohem Druck auf die Haarsträhnen. Diese Quetschung schwächt den Haarschaft nachhaltig, sodass das Haar an dieser „Sollbruchstelle“ selbst Tage später bei normalem Kämmen abbrechen kann.
5. Begünstigung von Spliss
Da die Haare durch das Metall geschwächt und aufgeraut werden, breitet sich die Schädigung oft nach unten aus, was die Entstehung von Spliss in den Längen und Spitzen fördert.
Bessere Alternativen
Um diese Schäden zu vermeiden, solltest du auf Haargummis umsteigen, die ohne Metall auskommen:
- Invisibobbles (Spiralhaargummis): Sie verteilen den Druck gleichmäßig und haben keine Nahtstelle aus Metall.
- Scrunchies (Stoffhaargummis): Der weiche Stoff (idealerweise Seide oder Satin) schützt die Haarstruktur und verhindert Reibung.
- Nahtlose Textilhaargummis: Diese bestehen aus einem durchgehenden elastischen Material ohne Klebe- oder Metallstellen.
- Seiden-Haargummis: Diese sind besonders schonend, da Seide kaum Reibung erzeugt und dem Haar keine Feuchtigkeit entzieht.
Pro-Tipp: Versuche, die Position deines Zopfes regelmäßig zu variieren (mal hoch, mal tief), damit die Belastung nicht immer auf dieselbe Stelle der Haare wirkt.