Welche Informationen müssen üblicherweise auf einer Briefmarke aufgedruckt sein?
Auf einer Briefmarke müssen laut den internationalen Richtlinien des Weltpostvereins (UPU) sowie nationalen Regelungen bestimmte Informationen vorhanden sein, damit sie als gültiges Postwertzeichen anerkannt wird.
Hier sind die üblichen Bestandteile:
1. Der Nennwert (Portowert)
Dies ist die wichtigste Information. Sie gibt an, welchen Wert die Briefmarke hat (z. B. 85 Cent).
- Währung: Meist wird der Wert in der jeweiligen Landeswährung angegeben (Euro, Dollar etc.).
- Textmarken: Heutzutage gibt es oft auch Marken ohne konkreten Cent-Betrag, auf denen stattdessen die Versandart steht (z. B. „Standardbrief“ oder „Priority“). Diese behalten ihren Wert auch bei Portoerhöhungen.
2. Die Landesbezeichnung
Jede Briefmarke muss angeben, welches Land sie herausgegeben hat.
- Beispiele: „Deutschland“, „USA“, „France“, „Helvetia“ (für die Schweiz).
- Ausnahme Großbritannien: Als Erfinder der Briefmarke ist das Vereinigte Königreich das einzige Land, das seinen Namen nicht auf die Marken drucken muss. Stattdessen ist dort immer das Porträt des amtierenden Monarchen (aktuell König Charles III.) zu sehen.
3. Der Landesname in lateinischen Schriftzeichen
Für den internationalen Postverkehr ist vorgeschrieben, dass der Landesname in lateinischen Buchstaben aufgedruckt sein muss, damit Postbeamte weltweit die Herkunft identifizieren können (besonders wichtig bei Ländern mit kyrillischen, arabischen oder asiatischen Schriftzeichen).
4. Der Matrixcode (Moderne Briefmarke)
In vielen Ländern (wie Deutschland seit 2021) ist ein Data-Matrix-Code auf dem rechten Rand der Marke Pflicht geworden. Er dient:
- Der Fälschungssicherheit.
- Der Entwertung (die Marke kann digital „gestempelt“ werden).
- Der Basis-Sendungsverfolgung für den Kunden.
Zusätzliche (häufige) Informationen
Neben den Pflichtangaben finden sich oft noch folgende Informationen auf der Marke:
- Ausgabejahr: Oft klein am Rand aufgedruckt (z. B. „2024“).
- Künstler/Designer: Manchmal steht der Name des Grafikers oder der Druckerei in sehr kleiner Schrift am unteren Rand.
- Thema/Motiv-Beschreibung: Kurze Texte, die erklären, was auf dem Bild zu sehen ist (z. B. der Name einer Pflanze, eines Gebäudes oder einer Persönlichkeit).
- Zuschlagswerte (Plus-Marken): Bei Wohlfahrtsmarken steht oft eine Kombination wie „85 + 40“. Die 85 Cent sind für das Porto, die 40 Cent sind eine Spende für einen guten Zweck.
- Fluoreszierende Stoffe: Diese sind nicht direkt „aufgedruckt“ im Sinne von Text, aber in die Farbe oder das Papier integriert, damit Sortiermaschinen die Marke im UV-Licht erkennen können.
Zusammenfassung für Deutschland:
Eine typische deutsche Briefmarke von heute enthält:
- Das Wort „Deutschland“.
- Den Portowert (z. B. 85).
- Den Matrixcode.
- Das Motiv nebst Jahreszahl.