Welche Gefahr besteht, wenn die Unterlegkeile zu klein für das Fahrzeuggewicht dimensioniert sind?

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Wenn Unterlegkeile zu klein für das Gewicht oder die Reifengröße eines Fahrzeugs dimensioniert sind, besteht die Hauptgefahr darin, dass sie ihre Sicherungsfunktion verlieren und das Fahrzeug unbeabsichtigt wegrollen kann.

Hier sind die spezifischen Gefahren und physikalischen Abläufe im Detail:

  1. Überrollen des Keils: Wenn der Keil zu niedrig ist, bietet er keinen ausreichenden Widerstand gegen den Hebelarm des Rades. Das Fahrzeug kann den Keil einfach „überklettern“, besonders wenn es an einem Gefälle steht oder durch Beladungsvorgänge (Erschütterungen) in Bewegung gerät.
  2. Materialversagen (Zerquetschen/Bruch): Unterlegkeile sind für bestimmte Radlasten ausgelegt. Ein zu klein dimensionierter Keil (insbesondere aus Kunststoff oder dünnem Blech) kann unter dem enormen Druck des Fahrzeuggewichts zerdrückt werden oder brechen.
  3. Wegrutschen des Keils: Ein zu kleiner Keil hat eine geringere Auflagefläche und damit weniger Reibung auf dem Boden. Er kann durch den Druck des Reifens einfach wie ein Projektil weggeschoben werden, anstatt das Rad zu blockieren.
  4. Verlust der Hebelwirkung: Ein korrekt dimensionierter Keil verkeilt sich zwischen Reifen und Fahrbahn. Ist er zu klein, entsteht kein ausreichender Anpressdruck auf den Boden, und die physikalische Blockade schlägt fehl.

Die Folgen können schwerwiegend sein:

  • Personenschäden: Personen, die sich hinter oder vor dem Fahrzeug aufhalten oder am Fahrzeug arbeiten (z. B. beim Be- und Entladen), können überrollt oder eingequetscht werden.
  • Sachschäden: Das wegrollende Fahrzeug kann mit anderen Fahrzeugen, Gebäuden oder Infrastruktur kollidieren.
  • Haftungsfragen: Da die Verwendung von Unterlegkeilen für viele schwere Fahrzeuge (über 4 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sowie zweiachsige Anhänger über 750 kg) gesetzlich vorgeschrieben ist (§ 41 StVZO in Deutschland), führt die Verwendung falscher Keile bei einem Unfall zu rechtlichen Konsequenzen und zum Verlust des Versicherungsschutzes.

Fazit: Ein Unterlegkeil muss immer passend zum Raddurchmesser und zur Achslast gewählt werden (entsprechend der DIN-Norm 76051). Nur so ist gewährleistet, dass er die kinetische Energie eines anrollenden Fahrzeugs aufnehmen und in den Boden ableiten kann.

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