Welche biologische Besonderheit weisen die Katzen auf, die das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers Ernest Hemingway in Key West bewohnen?

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Die biologische Besonderheit der Katzen im Ernest-Hemingway-Haus in Key West ist die Polydaktylie (Vielzehrigkeit).

Hier sind die Details dazu:

  1. Zusätzliche Zehen: Während normale Katzen insgesamt 18 Zehen haben (jeweils fünf an den Vorderpfoten und vier an den Hinterpfoten), besitzen die Hemingway-Katzen oft sechs oder mehr Zehen an ihren Pfoten. Dies verleiht ihnen oft das Aussehen, als würden sie "Fäustlinge" tragen, da die zusätzlichen Zehen manchmal wie Daumen wirken.
  2. Genetische Ursache: Es handelt sich dabei um eine genetische Mutation, die dominant vererbt wird. Nicht alle Katzen im Hemingway-Haus zeigen das Merkmal äußerlich, aber fast alle tragen das Gen in sich.
  3. Historischer Hintergrund: Die Tradition begann mit einer weißen Katze namens Snow White, die Hemingway von einem Schiffskapitän geschenkt bekam. Seefahrer hielten polydaktyle Katzen früher für Glücksbringer, da sie durch ihre breiteren Pfoten einen besseren Halt auf schwankenden Schiffen hatten und als geschicktere Mäusejäger galten.
  4. Status heute: Heute leben etwa 40 bis 50 dieser Katzen auf dem Anwesen. Viele von ihnen sind direkte Nachfahren von Snow White. Sie stehen unter besonderem Schutz und sind eine der Hauptattraktionen des Museums.

Aufgrund dieser Berühmtheit wird die Polydaktylie bei Katzen im Englischen oft auch als „Hemingway trait“ (Hemingway-Merkmal) bezeichnet.