Was sind die Hauptinhaltsstoffe von Energy-Drinks?

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Energy-Drinks sind darauf ausgelegt, die Konzentration und körperliche Leistungsfähigkeit kurzfristig zu steigern. Obwohl sich die Marken unterscheiden, enthalten fast alle eine ähnliche Kombination aus Wirkstoffen.

Hier sind die Hauptinhaltsstoffe im Detail:

1. Koffein (Der wichtigste Wirkstoff)

Koffein ist der zentrale Bestandteil und verantwortlich für die belebende Wirkung. Es blockiert Adenosin-Rezeptoren im Gehirn, die normalerweise Müdigkeit signalisieren.

  • Menge: In Deutschland liegt die gesetzliche Höchstgrenze für Energy-Drinks meist bei 32 mg pro 100 ml. Eine Standarddose (250 ml) enthält also etwa 80 mg Koffein, was ungefähr einer Tasse starkem Kaffee entspricht.

2. Zucker oder Süßstoffe

Energy-Drinks enthalten meist sehr viel Zucker (meist Saccharose und Glukose), um dem Körper schnelle Energie zu liefern.

  • Menge: Oft enthalten sie etwa 27 bis 30 Gramm Zucker pro 250 ml (das sind ca. 7 bis 10 Stück Würfelzucker).
  • Zuckerfreie Varianten: Diese verwenden Süßstoffe wie Aspartam, Acesulfam-K oder Sucralose.

3. Taurin

Taurin ist eine organische Säure, die der Körper auch selbst herstellt. Sie spielt eine Rolle im Stoffwechsel, bei der Herzfunktion und der Signalübertragung im Gehirn.

  • Mythos: Es wird oft fälschlicherweise behauptet, Taurin würde aus Stierhoden gewonnen. In Energy-Drinks wird es jedoch rein synthetisch hergestellt.
  • Funktion: Es soll die Wirkung des Koffeins unterstützen und die körperliche Leistungsfähigkeit fördern, wobei wissenschaftliche Belege hierfür bei Energy-Drinks noch umstritten sind.

4. B-Vitamine

Die meisten Drinks sind mit Vitaminen angereichert, insbesondere:

  • B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 und B12.
  • Diese Vitamine sind wichtig für den Energiestoffwechsel und die Verringerung von Müdigkeit. Da die meisten Menschen durch ihre normale Ernährung ausreichend versorgt sind, hat der Zusatz in den Drinks für gesunde Menschen meist keinen Zusatznutzen.

5. Glucuronolacton

Dies ist ein Kohlenhydrat, das im menschlichen Körper als Zwischenprodukt des Glukosestoffwechsels vorkommt. Es soll zur Entgiftung beitragen und die Ausdauer verbessern, allerdings fehlen auch hier eindeutige wissenschaftliche Beweise für eine Leistungssteigerung durch die Zufuhr in Drinks.

6. Inositol

Inositol (früher als Muskelzucker bezeichnet) ist ein Zuckeralkohol, der eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel und bei der Signalübertragung im Nervensystem spielt.

7. Pflanzliche Extrakte (optional)

Viele Hersteller fügen weitere natürliche Stimulanzien hinzu:

  • Guarana: Ein Extrakt aus den Samen einer südamerikanischen Pflanze. Er enthält viel Koffein, das langsamer freigesetzt wird als reines Koffein.
  • Ginseng: Soll die Konzentration fördern und das Immunsystem stärken.

8. Zusatzstoffe

  • Kohlensäure: Für den erfrischenden Effekt.
  • Säuerungsmittel: Meist Zitronensäure (E330) oder Phosphorsäure, die für den typischen säuerlichen Geschmack sorgen.
  • Aromen und Farbstoffe: Geben den Drinks ihren spezifischen Geschmack (oft „Gummibärchen“-Aroma) und die Farbe (z. B. Riboflavin für Gelb oder Karamellzuckersirup für Braun).

Wichtige Hinweise zum Konsum:

  • Herz-Kreislauf: Die Kombination aus viel Koffein, Zucker und Taurin kann bei übermäßigem Konsum zu Herzrasen, Bluthochdruck und Schlafstörungen führen.
  • Alkohol: Die Mischung von Energy-Drinks mit Alkohol ist riskant, da das Koffein die dämpfende Wirkung des Alkohols maskiert – man fühlt sich wacher, als man tatsächlich ist, was zu einer Selbstüberschätzung führt.
  • Kinder und Schwangere: Aufgrund des hohen Koffeingehaltes sollten Kinder, Jugendliche, Schwangere und koffeinempfindliche Personen auf Energy-Drinks verzichten.
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