Was sind die Hauptbestandteile von herkömmlichem Babypuder?
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Herkömmliches Babypuder besteht heute in der Regel aus einer von zwei Hauptbasen, ergänzt durch pflegende oder schützende Zusatzstoffe. Hier sind die Hauptbestandteile im Detail:
1. Die Basis (Trägerstoff)
Früher war Talkum der Standard, heute wird aus Sicherheitsgründen oft Maisstärke verwendet:
- Talkum (Talc): Ein natürlich vorkommendes Mineral (Magnesiumsilikathydrat). Es ist extrem weich, weist Wasser ab und verringert die Reibung auf der Haut. Hinweis: Da Talkum in der Kritik steht (Gefahr des Einatmens und mögliche Verunreinigung mit Asbestfasern), verzichten viele Hersteller mittlerweile darauf.
- Maisstärke (Zea Mays Starch): Eine pflanzliche Alternative zu Talkum. Sie ist sehr saugfähig und bindet Feuchtigkeit effektiv, ist jedoch im Gegensatz zu Talkum biologisch abbaubar.
2. Wirk- und Pflegestoffe
Zusätzlich zur Basis enthalten viele Puder folgende Inhaltsstoffe:
- Zinkoxid (Zinc Oxide): Dieser Stoff wirkt leicht antiseptisch, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Er ist besonders wichtig, um Hautreizungen im Windelbereich (Windeldermatitis) vorzubeugen.
- Magnesiumcarbonat: Verbessert die Saugfähigkeit des Puders und sorgt dafür, dass es locker bleibt und nicht klumpt.
- Allantoin: Ein Stoff, der die Haut beruhigt und die Zellregeneration unterstützt.
3. Duft- und Hilfsstoffe
- Parfüm / Duftstoffe: Verleihen dem Puder den typischen "Babyduft". Für allergikerfreundliche Produkte wird oft auf Duftstoffe verzichtet.
- Extrakte (z. B. Ringelblume/Calendula oder Aloe Vera): Manche Hersteller fügen pflanzliche Extrakte hinzu, um die hautberuhigende Wirkung zu verstärken.
Wichtige Sicherheitshinweise zur Anwendung:
Unabhängig von den Inhaltsstoffen gibt es bei Babypuder zwei wichtige Punkte zu beachten:
- Einatmen verhindern: Die größte Gefahr bei Puder ist das Einatmen der feinen Partikel durch das Baby. Dies kann zu schweren Lungenreizungen oder Entzündungen führen. Puder sollte daher immer erst in die eigene Hand gegeben und dann vorsichtig auf die Haut aufgetragen werden (fern vom Gesicht des Kindes).
- Hautzustand: Puder sollte nur auf trockener Haut angewendet werden. Auf nässenden Wunden kann Puder verklumpen, was die Reibung erhöht und die Reizung verschlimmert.
Tipp: Viele Kinderärzte und Hebammen empfehlen heute statt Puder eher schützende Wundschutzcremes oder einfach das gründliche Trockentupfen der Hautfalten.