Wofür wird Babypuder in der Säuglingspflege primär verwendet?

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In der klassischen Säuglingspflege wird Babypuder primär für zwei Zwecke verwendet:

  1. Feuchtigkeitsaufnahme: Puder (meist auf Basis von Talkum oder Maisstärke) saugt überschüssige Feuchtigkeit auf der Haut auf, insbesondere im Windelbereich sowie in Hautfalten (am Hals, unter den Armen oder in den Kniekehlen). Dadurch soll verhindert werden, dass die Haut durch Schweiß oder Urin aufweicht.
  2. Vermeidung von Reibung: Durch die feine Textur bildet das Puder eine Art Schutzfilm auf der Haut. Dies verringert die mechanische Reibung – entweder von Haut auf Haut (in den Falten) oder zwischen der Haut und der Windel. So sollen Rötungen und Wundsein (Windeldermatitis) verhindert werden.

Wichtiger Hinweis zum aktuellen Stand der Säuglingspflege:

Obwohl Babypuder früher Standard war, wird es heute von vielen Kinderärzten und Hebammen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr empfohlen. Die Gründe dafür sind:

  • Inhalationsgefahr: Wenn das Puder beim Auftragen staubt, kann das Baby die feinen Partikel einatmen. Dies kann zu schweren Atemwegsproblemen oder Lungenentzündungen führen.
  • Klumpenbildung: Wenn das Puder mit viel Feuchtigkeit (Urin) in Kontakt kommt, kann es klumpen. Diese Klumpen reiben auf der empfindlichen Haut und können Entzündungen eher fördern als verhindern.
  • Bakterienherd: In den feuchten Klumpen können sich Bakterien und Hefepilze gut vermehren.

Moderne Alternative: Heutzutage werden im Windelbereich meist wasserabweisende Wundschutzcremes (oft mit Zink) bevorzugt, da diese die Haut besser vor Feuchtigkeit schützen, ohne das Risiko des Einatmens zu bergen.