Warum verursacht manche Fußcreme ein brennendes Gefühl auf der Haut?
Dass eine Fußcreme brennt, kann verschiedene Ursachen haben. Es ist oft eine Kombination aus den Inhaltsstoffen der Creme und dem Zustand der Haut an den Füßen.
Hier sind die häufigsten Gründe:
1. Hohe Konzentration von Urea (Harnstoff)
Viele Fußcremes enthalten Urea, da es Feuchtigkeit bindet und Hornhaut aufweicht. In Konzentrationen ab 10 % wirkt Urea jedoch leicht sauer und keratolytisch (hornauflösend). Wenn die Haut extrem trocken ist oder mikroskopisch kleine Risse hat, dringt das Urea tiefer in die Hautschichten ein und reizt die Nervenenden, was als Brennen empfunden wird.
2. Wärmende Inhaltsstoffe (Absichtlicher Effekt)
Einige Fußcremes sind speziell dafür entwickelt, die Durchblutung zu fördern (z. B. bei "kalten Füßen"). Diese enthalten Wirkstoffe wie:
- Capsaicin (aus der Chilischote)
- Kampfer
- Rosmarin
- Ingwer Diese Stoffe reizen die Wärmerezeptoren der Haut ganz bewusst, was von einem angenehmen Kribbeln bis hin zu einem starken Brennen reichen kann.
3. Geschädigte Hautbarriere oder Risse (Schrunden)
Füße neigen zu Verhornungen und tiefen Rissen (Schrunden). Selbst wenn diese Risse nicht bluten, ist die Schutzschicht der Haut dort unterbrochen. Wenn nun Inhaltsstoffe wie Alkohole, Konservierungsmittel oder Duftstoffe in diese Risse gelangen, verursacht das einen sofortigen brennenden Schmerz.
4. Alkohol und Konservierungsstoffe
Viele Cremes enthalten Alkohole als Lösungsmittel oder zur Konservierung. Wenn die Haut nach dem Hornhautentfernen oder durch Trockenheit gereizt ist, wirkt Alkohol wie auf einer offenen Wunde. Auch Konservierungsstoffe wie Phenoxyethanol können bei empfindlicher Haut ein Brennen auslösen.
5. Allergische Reaktionen oder Kontaktallergien
Es könnte eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Inhaltsstoffe vorliegen. Häufige Auslöser sind:
- Duftstoffe (z. B. Limonene, Linalool)
- Wollwachs (Lanolin)
- Ätherische Öle (z. B. Teebaumöl oder Menthol) In diesem Fall geht das Brennen oft mit einer Rötung oder späterem Juckreiz einher.
6. Pilzinfektionen (Fußpilz)
Wenn eine unerkannte Fußpilzinfektion vorliegt, ist die Haut bereits entzündet und extrem empfindlich. Das Auftragen einer normalen, fettreichen Fußcreme kann das Milieu für den Pilz verändern oder die gereizte Haut zusätzlich irritieren, was zu Brennen führt.
Was kann man tun?
- Niedrigere Urea-Dosis: Wenn 10 % oder mehr brennen, versuchen Sie es zunächst mit einer 5 %igen Urea-Creme.
- Auf Inhaltsstoffe achten: Wählen Sie Cremes ohne Parfüm und Alkohol, wenn Ihre Haut zu Rissen neigt.
- Keine Creme auf offene Stellen: Sparen Sie tiefe Risse (Schrunden) beim Eincremen aus oder benutzen Sie dort spezielle Heilsalben (z. B. mit Panthenol).
- Abwaschen: Wenn das Brennen sehr stark ist und nicht nach ein paar Minuten nachlässt, sollten Sie die Creme mit lauwarmem Wasser und einer milden Seife abwaschen.
Hinweis: Wenn das Brennen regelmäßig auftritt, die Haut stark rötet oder Bläschen bildet, sollten Sie einen Hautarzt oder einen professionellen Podologen (Fußpfleger) aufsuchen, um eine Allergie oder eine Infektion auszuschließen.