Warum trägt die Mischung aus Nüssen und Rosinen den Namen „Studentenfutter“?

Melden

Der Begriff „Studentenfutter“ hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert und hat sowohl mit dem Preis der Zutaten als auch mit ihrer vermuteten Wirkung auf das Gehirn zu tun.

Hier sind die wichtigsten Gründe für die Namensgebung:

1. Ein teurer Luxus für wohlhabende Studenten

Früher bestand die Mischung fast ausschließlich aus Mandeln und Rosinen. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Mandeln in Deutschland sehr teuer, da sie aus dem Mittelmeerraum importiert werden mussten. Da damals fast nur Söhne aus wohlhabenden Familien (dem Bürgertum oder dem Adel) studieren konnten, waren Studenten die primäre Zielgruppe, die sich diesen „Snack“ leisten konnte.

2. Nervennahrung und Konzentration

Schon damals war bekannt, dass Mandeln (und Nüsse im Allgemeinen) eine stärkende Wirkung auf den Körper haben. Man nannte die Mischung auch „Nervennahrung“. Da das Studium als geistig anstrengende Arbeit galt, sollte das Studentenfutter helfen, die Konzentration zu fördern und Erschöpfung vorzubeugen. Tatsächlich enthalten Nüsse viel Vitamin B, Magnesium und gesunde Fette, die das Gehirn unterstützen.

3. Ein Mittel gegen den Kater

Ein interessanter historischer Nebenaspekt: In alten medizinischen Lexika wurde das Studentenfutter (insbesondere die Rosinen) auch als Mittel gegen den „Katzenjammer“ (Kater) nach reichlichem Alkoholkonsum empfohlen. Da das Studentenleben schon damals für seine Trinkfestigkeit bekannt war, war dies eine willkommene Zusatzfunktion.

4. Medizinischer Ursprung

Früher wurde die Mischung oft in Apotheken verkauft. Die Kombination aus süßen Rosinen und nahrhaften Mandeln galt als gesundheitsfördernd und leicht verdaulich. Erst später kamen günstigere Zutaten wie Erdnüsse, Cashews, Haselnüsse und Walnüsse hinzu, wodurch das Studentenfutter für die breite Masse erschwinglich wurde.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Name ist ein Relikt aus einer Zeit, in der Mandeln ein Luxusgut waren, das sich fast nur die Elite an den Universitäten leisten konnte, um ihre geistige Leistungsfähigkeit (und gelegentlich ihre Trinkfestigkeit) zu unterstützen.

0